Der Lord Voldemort vom FC Bayern hat gesprochen

So so. Erst sind sie eine gefühlte Ewigkeit ungeschlagen und spielen ihre Gegner in Scharen an die Wand. Dann sind sie seit 25. März 2014 so früh deutscher Meister wie nie zuvor. Die Pflichtspiel-Statistik seitdem: Sechs Begegnungen, zwei Siege, zwei Remis und – festhalten – zwei Niederlagen.
Ja. Beim FC Bayern hängt nach dem „dramatischen“ Halbfinaleinzug (3:1 gegen Man. United) in der Champions League sowie der „mühseligen“ Buchung des Finaltickets im DFB-Pokal (5:1 gegen Kaiserslautern) mal wieder der Haussegen schief.

Schlendrian-Alarm? Nun ja. Schaut man sich die Aufstellung gegen den FC Augsburg (0:1-Endstand) an, war klar, dass dieses Experiment nicht unbedingt aufgehen muss. Die Folge: die erste Niederlage seit 53 (!) Ligaspielen. Gut. Ein Ausrutscher. Eine einmalige Sache, zumal vier Tage später das CL-Rückspiel anstand, was überzeugend gewonnen wurde.

Letztes Wochenende dann das „Duell der Rivalen“. Gegen die Borussia aus Dortmund, die man im Sommer um Robert Lewandowski (weitere Transfers nicht ausgeschlossen) erleichtert, setzt es eine 0:3-Heimpleite. Auch ohne Experimente. Eine Tatsache, die Sportvorstand (und Ex-Dortmunder) Matze Sammer ungemein ärgert. So sehr, dass es wieder gut ist, wie er im Anschluss an das Spiel erklärt.

„Wenn immer alles gut ist, neigt man auch immer ein bisschen dazu. Und jetzt ist eben mal nicht gut. Und das ist gut.“
Aha.  Obacht. Alarm alarm! Man verliert, weil man in der Bundesliga nach der gesicherten Meisterschaft zwei bis drei Gänge herunterschaltet. Und das ist, das wissen wir nun, absolut gut, legitim, in Ordnung.

Na klar: Und nach dem 5:1-Heimerfolg gegen Lautern im Pokal meinte er: „Wir haben nicht gebrannt„.
Das stimmt sogar, denn trotz der roten Trikots sah man auf dem Feld keine brennenden Fußballer im Bayern-Dress. Vielleicht ja morgen (19. April 2014) beim Auswärtsspiel in Braunschweig?

Man darf gespannt sein, wie die unsinnige „Wir sind außer Form“-Mentalität weiter nach außen getragen wird. Zumal man sich nicht wundern dürfte, wenn morgen auf einmal wieder die Weiser, Höjbjergs und Co. sich probieren dürfen, damit in Vorbereitung auf das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid (Mittwoch, 23. April, in Madrid) nichts anbrennt. Und wenn doch? Ist bestimmt trotzdem alles gut.