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Der Fernschussblogger lebt: Auf der Ocean Film Tour 2015

Unfassbar, aber leider wahr: Vor 33 Tagen habe ich mich das letzte Mal hier zu Wort gemeldet. Doch wer nun denkt, dass das Projekt keine Rolle mehr spielt und mich nicht weiter beschäftigt, der täuscht. Ich habe weiterhin jede Menge Artikelideen am Start, die nur (bei entsprechender Zeit) auf ihre Umsetzung warten.
Aber genug des Schwadronierens, ran an die Vollen! Denn gestern Abend (9. Mai) besuchte ich eine Vorstellung der International Ocean Film Tour, die in diesem Jahr zum zweiten Mal durch Europa reist und an jedem Halt eine Auswahl an Umwelt- und Wassersportdokumentationen im Gepäck hat.

Ocean Film Tour Volume 2 tourt durch Europa

Das 26-seitige Tourheft, das die Ocean Film Tour sowie alle in 2015 verwendeten Filme im Kurzporträt vorstellt, gibt es kostenfrei bei jeder Veranstaltung.

Was bekommt man auf der Leinwand zu sehen? Extreme-Surfer, die beim „Red Bull Storm Chase“ den Kampf mit zehn Meter hohen Wellen aufnehmen. Wakeboarder, die in „Prime“ durch tote Wälder Australiens herumfliegen. Zwei Briten, die in „And then we swam“ einfach ohne Rudererfahrung eine Strecke von über 5.600 Kilometern über den indischen Ozean zurücklegen. Und Höhlentauchern, die in „The Crystal Labyrinth“ ihr Leben aufs Spiel setzen, um eine beeindruckende Unterwasserwelt vor der Zerstörung zu retten.
Bei all der (wirklich glänzenden) Wassersportunterhaltung appellieren die Darsteller in den Beiträgen immer wieder, von welch lebensessenzieller Bedeutung Ozeane und Gewässer für das Leben auf der Erde sind. Irgendwie gehe es doch mit dem Teufel zu, dass man deren Verschmutzung, Zerstörung und Übersäuerung (trotzdem man darum weiß) zulässt, wenn man damit zukünftigen Generationen das Leben in einer intakten Natur mit jedem Tag ein bisschen mehr ruiniere.

Das führte insbesondere die Umweltdokumentation „(R)Evolution“ eindrucksvoll vor Augen. Natürlich: Sie wird damit keineswegs die erste Doku sein, die zum Umdenken aufruft. Doch dadurch, dass sie inhaltlich wie cineastisch hochwertig aufgearbeitet ist, dürften die „Ocean Lovers“, die die Film-Tour besuchen, diese Nachricht verinnerlichen und weitergeben. Ich für meinen Teil weiß endgültig, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein „Trend der Gegenwart“ ist, sondern man sich hier wirklich (auch bei jedem Supermarkt-Einkauf) gezielt engagieren muss, damit auf unserem Planeten das Klima nicht weiter abdreht und – viel wichtiger – die Meeresbewohner nicht aussterben, die Faszination Meer erhalten bleibt.

Noch bis zum 5. Juni ist die Ocean Film Tour in Deutschland unterwegs. Wenn sie in eurer Umgebung vorbeikommt, solltet ihr sie euch auf jeden Fall genehmigen. Sämtliche gezeigte Beiträge kann ich ohne Weiteres empfehlen, zumal alle Zuschauer in der Veranstaltungspause prima Preise absahnen und als Erinnerung mit nach Hause nehmen können.

Fußballfilme satt auf dem 11mm-Festival im Babylon

Mein vergangener Samstag (21. März) stand ganz im Zeichen des Fußballs. Nicht nur, weil in der Fußball-Bundesliga der 26. Spieltag einige Partien im Angebot hatte, sondern da ich mir das 11mm-Festival im Babylon-Kino nahe Berliner Alexanderplatz anschaute.

Babylon

Hereinspaziert hereinspaziert: Schon an der Dekoration des Eingangs erkannte man mit geschultem Auge, welche Sportart beim 11mm-Festival im Fokus steht.

Hierbei handelt es sich um das internationale Fußball-Filmfestival, das in diesem Jahr zum 12. Mal stattgefunden hat. Im Zentrum stehen hier sowohl nationale wie internationale Werke, die ganz unterschiedliche Dinge mit dem Fußballsport verbinden, ihn aus verschiedensten Perspektiven beleuchten. Außerdem standen dieses Mal auch Filme zu Lionel Messi und Johan Cruyff im medialen Fokus, da sie gewissermaßen ihre Deutschlandpremiere auf dem 11mm-Festival feierten.
Von der filmischen Vielfältigkeit überzeugte ich mich persönlich und schaute mir insgesamt drei Vorführungen an, die sich im Nachhinein alle absolut gelohnt haben.

14:30 Uhr – Kurzfilm „Bounce“ und die Dokumentation „Next Goal Wins“

Eine der ersten Vorstellungen an diesem wettertechnisch mäßig spektakulären Samstag, bei der die Luft im Kinosaal auch noch frisch und angenehm gewesen ist (das sollte sich noch im Laufe des Tages ändern).
Der vierminütige Vorfilm „Bounce“ unterhielt die Zuschauer mit Fußballakrobatik, die rund zwei Jahre an gefühlt hunderten Orten weltweit aufgezeichnet und zu einem runden Ganzen zusammengebastelt wurde. Das Resultat ist durchweg sympathisch wie fantastisch anzusehen (und rief in mir mal wieder kurzzeitig das Gefühl von Fernweh hervor). Als cineastischer Appetizer auf einem Fußballfilmfestival definitiv genau das Richtige.

Wenig später starte dann der Hauptfilm „Next Goal Wins“. Eine britische Dokumentation, die sich mit dem Nationalteam von Amerkanisch-Samoa und deren Jahrzehnte anhaltender Tor- und Erfolglosigkeit befasst. Bis, ja bis ein fußballverrückter Holländer namens Thomas Rongen kommt und genau das ändern will. Dabei bekommt man als Zuschauer einen wirklich phänomenalen wie authentischen Einblick in das Leben auf Amerikanisch-Samoa, in die Wertschätzung des Fußballs vor Ort und in die unwerfende Schönheit der Insel. Außerdem ist es einfach absolut witzig anzusehen, wie sie sich auf die Qualifikation zur WM-Qualifikation 2014 vorbereiten darauf hinarbeiten, endlich wieder selbst Tore in einem Pflichtspiel zu erzielen. Dabei nahezu omnipräsent: Die 0:31-Niederlage gegen Australien aus dem Jahr 2001, die die Beteiligten bis in die Gegenwart verfolgt.

Schaffen die Spieler das Unmögliche und erzielen einen Treffer? Qualifizieren sie sich möglicherweise sogar zur WM-Quali? Um die Antworten zu erfahren, sollte man sich einfach mal „Next Goal Wins“ gönnen. Für mich definitiv eine der sehenswertesten Fußballdokus der vergangenen Jahre, sodass ich (wie viele Zuschauer) mit einem mehr als breiten Grinsen die erste Filmvorstellung verlassen konnte.

18:30 Uhr – „Your Final“ und „Maracana“

Nach ausgiebiger Stärkung und dem Schauen der zweiten Spielhälften in der Fußball-Bundesliga fand ich mich gegen 18:30 Uhr wieder im Hotel Babylon zu meiner zweiten Filmvorstellung des Tages ein. Mit etwas Verspätung ging es dann gegen 18:45 Uhr mit „Your Final“ los, der eindrucksvoll veranschaulicht, was für ein weltweit die Menschen verbindendes Megaevent das Finale der Fußball-WM 2014 gewesen ist und wie unterschiedlich die Menschen es verfolgten.

Klar: Insbesondere die Szenen, als Mario Götze das Tor seines Lebens gelingt und die Menschen entweder vor Freude explodieren (Deutschland-Sympathisanten) oder der Ohnmacht nahe sind (Argentinien-), sorgten bei mir für Gänsehaut. Es ist einfach so ein Moment wie der Patzer von Oliver Kahn im WM-Finale 2002 (das zum 1:0 für Brasilien führte), die Tore von Italien in der Verlängerung des WM-Halbfinales 2006, der Treffer von Fernando Torres im EM-Finale 2008 oder der zweifache Balotelli im EM-Halbfinale 2012, die ich als Fußballbekloppter nie mehr vergessen werde.

Von daher sorgte „Your Final“ gewissermaßen für das WM-Feeling und die Fannähe, die man im Kinofilm der deutschen Fußball-Nationalmannschaft „Die Mannschaft“ vermisste – und sorgte für rundum gute Laune im Kinosaal. Das auch deshalb, weil die Regisseure Henning Hesse und Niels Eixler vor Ort gewesen sind, vom Projekt erzählten und sich den Fragen der Zuschauer stellten.

Vom WM-Finale 2014 ging es anschließend 64 Jahre in der Zeit zurück, um sich in der historischen Dokumentation „Maracana“ die Umstände und Gegebenheiten der Fußball-WM 1950 in Brasilien aus dem Blickwinkel der (über)favorisierten Gastgeber und dem letztlich überraschenden Sieger aus Uruguay anzuschauen.
Allein durch das Bildmaterial und einigen aus heutiger Sicht undenkbaren Geschichten (Nationalmannschaft Italiens reiste über mehrere Wochen mit dem Schiff bis Brasilien an, weil die Weltmeisterelf von 1938 Opfer eines Flugzeugunglücks wurde) konnte mich der brasilianische Dokumentarfilm überzeugen, auch wenn die Luft im Kino eine durchgehende Konzentration nahezu unmöglich machte.

Vom Film selbst blieb mir vor allem auch der Moment in Erinnerung, als Uruguay im Finale das 2:1 gelingt und das mit 200.000 (!) gefüllte Maracana erstummte. Witzig vor allem auch deshalb, weil Brasiliens Präsident vor dem Anpfiff seinem Team bereits zum WM-Titel gratulierte – und am Ende niemand so recht wusste, wie man die angekündigte Fußballparty ohne Titelgewinn feiern sollte (stattdessen nahmen sich vier Fans das Leben).

22:30 – „Joe Bullet“

Nachdem man sich bei kühlen Blonden und einigen angenehmen Gesprächen ein wenig erfrischt hatte, wurde ich kurzerhand von den Organisatoren noch zur Vorstellung vom Spielfilm „Joe Bullet“ eingeladen. Ein Film von 1973, den mir ein Veranstalter als „Der Film des Festivals“ und „Berlinale-Knaller“ verkaufte. Dass in diesen Worten etwas Ironie steckte, merkte ich, als ich es mir im Kinositz bequem gemacht hatte. Denn Joe Bullit ist ein Actionstreifen, bei dem das Fußballspielen selbst nur eine Nebenrolle spielt. Vielmehr geht es darum, dass zwei verfeindete Teams sich gegenseitig „das Leben schwer machen“ (um die bevorstehende Meisterschaft zu gewinnen) und Hauptfigur Joe Bullet (ein Auftragskiller) soll hierbei dem Team helfen, das von Gangstern bedroht wird (die das andere Team zum Titel verhelfen wollen).

Ein klassischer Klamauk-Film mit vielen (aus heutiger Sicht) genialen Szenen. Allein die Kampfszenen oder eine Befreiung zweier Fußballer mit einer Raupe (Pappwände, super) sorgten für viel Gelächter im Kinosaal. Unwahrscheinlich, dass der Film auf dem diesjährigen Festival zum besten Film gekürt wird. Dennoch war es (auch durch die Einladung) ein angenehmer filmischer Tagesabschluss, auch weil die Filmvorführung mit einem Geburtstagsständchen für eine Festival-Mitarbeiterin beendet wurde.

Fazit: Wow, was für ein abwechslungsreicher wie unterhaltsamer Nachmittag, bei dem man auf jeden Fall seine Fußballbegeisterung ausleben konnte und eine Menge gelernt hat (vor allem von „Joe Bullet“). Das 11mm-Filmfestival hat mich insgesamt absolut überzeugt, sodass ich es mir im kommenden Jahr definitiv ein weiteres Mal anschauen möchte. Denn bis auf die sich mit jedem Film einschleichende Luftknappheit gab es nichts weiter zu bemängeln. Achso, doch: Schade, dass es nur vier Tage geht und an nur einem Wochenende stattfindet.

Alle wünsche werden klein gegen den gesund zu sein: Union Berlin huldigt „Köhler Fußballgott“

Dass Union Berlin eine besondere Beziehung zu seinen Spielern pflegt, bemerkte ich bereits in der Fankurve im Stadion „An der alten Försterei“, in der ich im Dezember 2014 bei einem Heimspiel gegen den FSV Frankfurt zu Gast gewesen bin.
Beim Heimspiel gegen den VfL Bochum ( (7. Februar 2015) ließen die Mehrheit der rund 19.000 Zuschauer erneut keinen Zweifel daran, dass sie nicht nur für die Begegnung gekommen waren, sondern insbesondere auch für Mittelfeldmann Benjamin Köhler. Der 34-Jährige wird dem Verein auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen, da er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist, wie Union Berlin am Mittwoch (4. Februar 2015) in einer Pressemitteilung bekanntgegeben hat.

Eine Diagnose, die sportunabhängig einfach schrecklich ist und die die „Eisernen“ mit verschiedenen Aktionen zur Anteilnahme begegnen. Zunächst wurde Köhlers Vertrag um ein Jahr (bis Ende Juni 2016) verlängert, da man mit ihm als Stammkraft auf jeden Fall rechnet, an seine Genesung glaubt. Darüber hinaus huldigten die Anhänger Köhler gestern beim Vortragen der Mannschaftsaufstellung, indem sie nach jeder Spielernennung „Köhler Fußballgott“ riefen.

Außerdem wurde die Begegnung in der siebten Spielminute (Köhler trägt die Rückennummer sieben) unterbrochen, in der Unions Spieler ihre Trikots auszogen, um mit weißen T-Shirts mit der Aufschritt „Gemeinsam 7 kämpfen“ an ihren erkrankten Mannschaftskollegen zu erinnern, der sich das Treiben von der Stadiontribüne aus anschaute (und ganz bestimmt gerührt gewesen ist).

Sportlich ist es das erste Zweitligaspiel Unions Berlins nach der Winterpause gewesen. Zunächst schaute es so aus, als würden die Gäste aus Bochum Punkte aus Köpenick entführen, nachdem Selim Gündüz in der 32. Minute sein Team in Führung brachte. Doch direkt nach der Halbzeit machte Union viel Druck, erzielte in der 50. Spielminute (Kobylanski) den Ausgleich sowie kurz vor Rasenschluss (86. Spielminute) noch den 2:1-Siegtreffer durch Damir Kreilach.

Drei Punkte, die die Unioner in das Niemandsland der zweiten Liga (auf den achten Tabellenplatz) befördern und die Fans zum Start in das Fußballjahr 2015 glücklich stimmten. Ganz bestimmt auch ein wenig Benni Köhler, den in den kommenden Wochen und Monaten wahrscheinlich die gesundheitliche Herausforderung seines Lebens erwartet, für die man ihm nur alles erdenklich Gute wünschen kann.

Eine Firma gründen, Sportjournalist sein, Schauspieler werden: Was Fußballer nach der Profikarriere anstellen

Gerald Asamoah ist Unternehmensgründer, besitzt sein eigenes Café in Hamburg. David Beckham vermarktet sich weiter (wie schon während seiner Karriere) als Model, will seinen eigenen US-Fußballverein aufbauen, wohingegen sich manche Ex-Profikicker einfach im Sportumfeld (als TV-Experte, bspw. Mehmet Scholl in der „ARD“, Oliver Kahn beim „ZDF“, Thierry Henry bei Sky Sports in England) niederlassen, ein Studium beginnen, als Schauspieler durchstarten – oder lassen alle Sieben gerade sein.

Thomas Hitzlsperger entscheidet sich nach dem Karriereende erst einmal für ein öffentliches Coming-Out, so geschehen Anfang Januar 2014. Er gesteht in einem Interview mit der „Zeit“, homosexuell zu sein und liefert damit den Medien jede Menge Gesprächsstoff: Fußball spielen und homosexuell sein, geht das denn? Konnte er da überhaupt „problemlos“ mit seinen Mannschaftskollegen duschen? Diese und ähnlich (komplett sinnfreie) Fragen beschäftigten die Deutschen, bis es irgendwann die Journalisten nicht mehr interessierte, alles „Besondere“ dazu geschrieben zu sein schien.

So konnte Hitzlsperger seiner weiteren Karriereplanung detailliert und in Ruhe nachgehen. Dabei reizte ihn der Bereich, mit dem er zu seiner Zeit als aktiver Fußballprofi ständig in Kontakt stand: der Sportjournalismus. Kurzerhand bewarb er sich bei 11FREUNDE, dem Magazin für Fußballkultur mit Sitz in Berlin, ganz einfach als Redaktionspraktikant, um einmal die „andere Seite“ kennenzulernen, die ihn über Jahre in Interviews nach Antworten löcherte.

Gewiss ein skurriles Szenario, wenn man als Sportredaktion auf einmal eine Bewerbung von einem Ex-Profi auf dem Tisch zu liegen hat. Und na klar: Hitzlsperger bekam den Job, lebt darum nun auch in Berlin.
Wie hier sein Alltag (geschätzt im Juni/Juli 2014) ausschaut und was er neben dem Praktikum in der Hauptstadt für Verpflichtungen nachgeht, zeigt er TV-Moderatorin Katrin Bauerfeind in einer Ausgabe ihre gleichnamigen Sendung „Bauerfeind„, in der sie unterschiedliche prominente Personen für einen Tag als persönliche Assistentin unter die Arme greift.

Eine meiner Meinung nach wirklich durch und durch sympathische Sendung mit vielen interessanten Eindrücken, die darlegen, wie Hitzlsperger ganz und gar nicht auf der faulen Haut liegt, sondern aktiv seine Karriereplanung betreibt, seinen Alltag in der Bundeshauptstadt gestaltet.

Mittlerweile ist er wohl nicht mehr Teil des 11FREUNDE-Teams (zumindest nicht mehr im Impressum der aktuellsten Ausgabe, #158), hat sein Praktikum erfolgreich beendet, nachdem er die Novemberausgabe „Fußballer machen 11FREUNDE„) (die 156. Ausgabe des Heftes) als Teilzeit-Chefredakteur zusammen mit René Adler und Christian Beck erstellt hat.

Was Hitzlsperger derzeit macht, ist unbekannt. Gut möglich, dass er sich weiterhin sportjournalistisch weiterbildet oder demnächst möglicherweise wieder ein Angebot im TV als Fußballexperte erhält. Klar ist, dass nach seiner Sportlerkarriere jetzt eine andere Welt, eine „Karriere nach der Karriere“ beginnt. Und da er erst 32 Jahre alt ist, darf man gespannt sein, wohin es ihn beruflich in den nächsten Monaten und Jahren verschlägt.

2014 zusammengefasst: Die 100 vielleicht genialsten Tore des Jahres aus aller Welt

Wer das Fußballjahr 2014 kompakt reflektieren möchte, ohne auf längst bekanntes (Stichwort: „Mach ihn, er macht ihn! Mario Götze! Das ist doch Wahnsinn!„) und gefühlt tausendfach verwendetes Material zurückzugreifen, sollte sich die „Top 100 Goals of the Year 2014“ nicht entgehen lassen.

Der 18 Minuten und 41 Sekunden gehende Augenschmaus vereint viele bekannte wie (löblicherweise) mindestens genauso unbekannte fantastische Aktionen, die Fußballern aus aller Welt in 2014 gelungen sind.
Klar: Cahill-Volley, Van-Persie-Flugkopfball oder Rodriguez-Knaller sind einem als Traumtore der WM 2014 in Brasilien noch in guter Erinnerung, möglicherweise ebenfalls die hier erwähnten Zaubertore von Jeremy Menez oder Joe Garner.

Bemerkenswert, dass dennoch auch Akteure vieler deutscher Clubs (u.a. Hallescher FC, Arminia Bielefeld, St. Pauli) vorkommen und sich nahtlos neben beeindruckenden Toren von Fußballstars wie Mario Balotelli und Cristiano Ronaldo einreihen.
Es eilte mir bereits nach Tor 60 ein „wie krass war das denn bitte“ durch den Kopf, um mir direkt danach bewusst zu machen, dass ja noch 59 weitere Tore folgen, die bei mir mindestens eine ähnliche Reaktion hervorrufen sollen.

Das wohl einzige Manko des ansonsten fantastischen Filmchens: Manchmal hätte ich mir eine kurze Wiederholung mancher Szenen gewünscht, um sie komplett zu kapieren. Äußerst sympathisch hingegen fand ich das Einbeziehen der Sportkommentatoren sowie die Verwendung teilweise in Sachen Bildqualität schlechterer Aufnahmen von (wahrscheinlich) niederklassigeren Begegnungen.

Und gerade weil (Vorsicht: Spoiler!) DAS Tor von Mario Götze nicht dabei ist, zeigt doch, dass in diesem Jahr noch viel viel mehr passiert ist, als „nur“ die Weltmeisterschaft.
Von daher: Besten Dank für 2014 und auf dass 2015 uns Sport- wie Fußballverrückte mindestens genauso einzigartige Momente beschert. Bis nächstes Jahr, und bleibt mir auch in der Silvesternacht sportlich. Cheers!