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Mit Tabellenplatz zwölf die Nummer eins im Norden? Supergeil.

Durch eine (Hacken)Vorlage der Extraklasse sichert Aaron Hunt in Kombination mit Torschütze Zlatko Junuzovic seinen Bremern im gestrigen (einhundertsten!) Nordderby den letztlichen 1:0-Heimsieg gegen den in der Vorwoche noch furios aufspielenden Hamburger SV.

Ein Sieg, der mit einem Schlag brutale Heimpleiten wie das 1:5 gegen Dortmund (8. Februar 2014) oder das 0:7 gegen den FC Bayern (7. Dezember 2013) vergessen macht. Und die Werderaner (in Anlehnung an einen YouTube-Hit von einer Supermarktkette, die Lebensmittel liebt) zu einem kleinen Videoclip hinreißt, mit dem sich wohl (mindestens) bis zum Anpfiff der nächsten Bundesligapartie (am 8. März in Nürnberg) jeder Bremenfan identizifizeren kann.

Fernschuss-Live: Hertha BSC vs. Werder Bremen

Am letzten Freitag fand im Berliner Olympiastadion gegen 20:30 Uhr das vermeintlich beste Spiel der gesamten Bundesliga-Spielzeit 2013/2014 statt. Welche Teams, wenn nicht Hertha BSC und Werder Bremen, sollten sonst den Zuschauern am Freitagabend bei etwa 0°C und Nebel ein die Gemüter erhitzendes Spiel mit jeder Menge offensivem Tam-Tam bieten? So waren meine (ein wenig überspitzt formulierten) Erwartungen an die Eröffnungspartie des 16. Spieltags, zu der ich aufgrund glücklicher Umstände den Weg ins Berliner Olympiastadion fand.

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Am Freitagabend fanden sich trotz vorwinterlicher Witterung immerhin etwas mehr als 48.000 Zuschauer zum Eröffnungsspiel des 16. Spieltags im Olympiastadion ein. Foto: © Carolin Röttger

Und das gleich vorweg: Meine Erwartungen wurden (zumindest in der ersten Halbzeit) nicht komplett enttäuscht. Bei wärmender, alkoholischer Flüssignahrung sah ich, als einer der über 48.000 Zuschauer, ein munteres Hin und Her, bei dem beide Offensivreihen, so wenn sie denn Lust dazu hatten, halbwegs munter kombinieren konnten. Daraus resultierten zwei Tore sowohl für Tante Hertha (2x Ramos) als auch für die Weserkicker (1x Petersen, 1x Hunt) und sorgten für eine insgesamt muntere erste Hälfte.

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Die Torschützen aus der 1. Halbzeit auf einen Blick. Links: Nils Petersen (0:1), rechts neben Lukimya (Spieler mit der Nummer 5) Adrian Ramos (1:1, 2:1) sowie am Boden grätschend Aaron Hunt (2:2). Foto: © http://bit.ly/1dikqZT

In Halbzeit zwei dachte man beim Führungstor der Berliner (durch Ronny) in der 48. Spielminute erst, es ginge so lebhaft weiter wie im ersten Durchgang. Doch dem war nicht so. Anschließend schaltete die Hertha (da in Führung) einen Gang und Werder (trotz Rückstand) gefühlte fünf Gänge zurück. Lediglich ein Freistoß vom (mal wieder) besten Bremer Aaron Hunt sorgte in der 87. Minute ein letztes Mal für Gefahr, doch das Leder überquerte die Torlinie nicht. Das Spiel endete 3:2 – und machte trotz nass-kalter Witterungsbedingung (und der überschaubar ansehnlichen, aber doch irgendwo spannenden) zweiten Halbzeit eine Menge Spaß.

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Nach Spielende zieht es alle Zuschauer ins warme Heim (oder die nächste Eckkneipe). Foto: © Carolin Röttger

  • Bremen trifft nun am 17. Spieltag (dem letzten vor der Winterpause) zu Hause auf Bayer Leverkusen und kann dort ein letztes Mal in der Hinserie ihre (in dieser Spielzeit schon einige Male infrage gestellte) Erstligatauglichkeit unter Beweis stellen.
  • Hertha BSC erwartet ein Gegner von ähnlich starkem Kaliber: Vizemeister Borussia Dortmund. Auswärts dürfte die Berliner ein enorm schweres Spiel erwarten. Dennoch nicht ausgeschlossen, dass den Herthanern als bester Aufsteiger der Hinrunde (wie am Samstag von Hoffenheim praktiziert) eine Überraschung gelingt.