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Welcome home, Fernando Torres! Tausende Fans von Atletico Madrid heißen ihren Superstar willkommen

Im Sommer 2007 verlässt Fernando Torres seinen Jugend- und Heimatverein, der ihn zu dem Fußballer machte, für den der FC Liverpool 38 Millionen Euro auf den Tisch legt. Anschließend nimmt seine Erfolgsgeschichte ihren Lauf, sodass er sich zur personifizierten Torgefahr bei den „Reds“ entwickelt. Und auch, wenn auf Vereinsebene keine Titel herausspringen, gewinnt er mit Spanien die EURO 2008 (erzielt das Siegtor im Finale gegen Deutschland) sowie die WM 2010, bevor im Januar 2011 der FC Chelsea einen Sprinter mit Goldnuggets im Wert von 58,5 Millionen nach Liverpool schickt. Das auserkorene Ziel: eben Fernando Torres, der (wie der FC Liverpool selbst) zusagt und für diese Wahnsinnssumme zum Premier-League-Konkurrenten wechselt.

Hier kann er an einigen Siegerehrungen (u.a. zum Champions-League-Sieg 2011/2012) teilnehmen, obwohl er mal mehr und mal weniger überzeugt, im Schatten von Didier Drogba bleibt. Selbst, als der sich Richtung China aufmacht, bleibt eine gewisse „Ladehemmung“, sodass Neuzugang (und Ex-Hoffenheimer) Demba Ba ihm seinen Platz im vorderster Front streitig macht. Immerhin: Im Europa-League-Finale 2012/2013 gegen Benfica Lissabon steht er in der Startelf und trägt mit seinem 1:0-Führungstreffer entscheidend zum 2:1-Sieg und Titelgewinn der „Blues“ bei. Trotzdem: So richtig zufrieden sein konnte er nicht mit seiner Spielzeit, auch weil Offensivkollegen wie Juan Mata oder Demba Ba in der Liga einfach öfter treffen und erfolgreicher aufspielen.

Eine Spielzeit später hat er bei José Mourinho ein grundsätzlich höheres Standing als Sturmkollege Ba. Doch als er sich verletzt, kommt mit Samuel Etoo keine unerhebliche Konkurrenz ins Haus, der ebenfalls auf Anhieb zuverlässiger einnetzt als Torres. Wohl ein Grund, weshalb man sich in London lieber nach effektiveren, jüngeren Stürmern umschaut und Torres Torjägerqualitäten nach Mailand outsourct, um ihn wieder in Form zu bringen. Als er hier aber überhaupt nicht zurechtkommt und Atletico Madrid, eben sein Jugendverein, dem FC Chelsea eine Rückholaktion vorschlägt, geht alles ganz schnell. Chelsea überweist eine Entschädigung von 3 Millionen Euro zum AC Mailand, der ihn wiederum direkt bis Juni 2016 (optimistische Leihdauer) nach Madrid verleiht.

Die Rückkehr ihres Superstars ist für die Fans vom amtierenden spanischen Meister ein Riesenereignis, was sich bei der Präsentation eindrucksvoll widerspiegelt. Tausende Menschen schreien seinen Namen, weinen vor Freude, als er mit seinen beiden Kindern den Platz betritt. Ein Transfer, den man wohl mit dem Wort „Ehrensache“ bezeichnen könnte. Denn eigentlich verfügt Atletico mit dem Duo „Griezmann-Mandzukic“ über ein prächtig funktionierendes Offensivduo. Dennoch: Einen Fernando Torres als „Backup“ (wenn er sich nicht sogar einen Startelfplatz erspielt) würde wohl keinem Verein dieser Welt schaden. Kaum vorstellbar, wie die Zuschauer erst in Extase geraten, sollte Torres für Atletico sein erstes Tor erzielen. Eine Aufgabe, die ihm mit Sicherheit in 2015 gelingen sollte. Über die hierfür notwendige Motivation dürfte er nach dieser phänomenalen Begrüßung auf jeden Fall verfügen.

Vorfreude auf das Champions-League-Finale 2014. Und der Wunsch nach Toren in Joe-Garner-Manier

Nach dem mehr oder weniger torschussarmen DFB-Pokal-Finale vom letzten Wochenende (17. Mai 2014) zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund folgt am heutigen Abend (24. Mai 2014) das nächste Fußball-Highlight: das Champions-League-Finale 2014 zwischen Real Madrid und Atletico Madrid. Und egal, wie es heute Abend in Lissabon ausgeht: Ich freue mich riesig auf das Spiel.

Schließlich handelt es sich hier um ein Stadtderby (Info: Das erste stadtinterne CL-Finale überhaupt), bei dem sich beide Teams (nett formuliert) nicht sonderlich mögen.
Zudem trifft Reals Super-Offensive „BBC“ (Bale-Benzema-Cristiano) auf die hervorragende Defensive der Rojiblancos (Die „Rot-Weißen“), die in der abgelaufenen Spielzeit 2013/2014 in der Primera Division lediglich 26 Gegentore kassierten (Ligabestwert).

So kann man davon ausgehen, dass allen Zuschauern ein spannendes wie umkämpftes Duell bevorsteht, bei dem es auch auf Schiedsrichter Björn Kuipers und seine Assistenten ankommt. Denn durch die Rivalität zwischen beiden Vereinen in Kombination mit dem sportlichen Rahmen (Champions-League-Finale) könnten Spieler wie Pepe (wenn er überhaupt rechtzeitig fit wird), Sergio Ramos oder Arda Turan besonders motiviert sein und in unübersichtlichen Szenen mal wieder die Nerven verlieren.

Mein Tipp für das Finale: Real Madrid gewinnt mit 2:1 nach Verlängerung. Ich drücke trotzdem Atletico Madrid die Daumen, die trotz Meisterschaft hier als minimaler Außenseiter in das Finale gehen und den Königlichen ihren „Decima“ (10. Champions-League-Titel der Vereinshistorie) ruinieren können. Inwieweit das funktioniert, sehen wir dann heute Abend ab 20:45 Uhr.

Zur visuellen Einstimmung auf den abendlichen Fußball-Leckerbissen hier noch ein Torabschluss aus der zweiten englischen Liga („Championship“), der mich vor einigen Tagen ereilte und seitdem nicht mehr ruhig schlafen lässt. In diesem Sinne: Auf ein tolles Finale. Und auf dass beide Teams uns mindestens ein Tor in bester Joe-Garner-Manier präsentieren.

Gelbsperren in Endspielen: Die vielleicht unnötigste Regelanwendung der Fußball-Welt

Als ich am Dienstagabend (29. April 2014) vergnügt die erste Halbzeit des Halbfinal-Rückspiels zwischen Bayern München und Real Madrid verfolgte, passierte es mal wieder, dass ich mir (imaginär) an den Kopf fasste und dachte: Was soll das? Wir schreiben das Jahr 2014 und diese sinnfreie Regelauslegung existiert immer noch?
Es geschah in der 38. Spielminute, als Real Madrids Xabi Alonso nach einem beherzten Einsteigen gegen Bastian Schweinsteiger die gelbe Karte sah. Es war seine dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb. Was das für den 32-jährigen spanischen Nationalspieler bedeutet, ist klar: Er fehlt im (erstmals) stadtinternen Champions-League-Final-Duell in Lissabon gegen Atlético Madrid.

Nun mag man meinen: Sein Pech! Hat er sich doch selbst eingebrockt. Was geht er auch so in den Zweikampf, obwohl sein Team auswärts in München nach 34 Spielminuten mit 3:0 in Führung liegt.
Das stimmt. Doch wie eigentlich unnötig und unglücklich ist es dennoch, wenn man aufgrund einer Gelbsperre bei einer einmaligen Veranstaltung wie einem Champions-League-Finale das Geschehen als gestandener Profi-Fußballer nur von der Tribüne verfolgt?
Ein wirklich unfassbar ärgerliches Szenario, welches beim „Finale dahoam“ in 2012 (Bayern vs. Chelsea) auch den deutschen Rekordmeister (damals gesperrt: Badstuber, Gustavo, Alaba) beschäftigte.

Das vielleicht prrominenteste Gelbsperren-„Opfer“ (aus deutscher Sicht): Ex-Nationalalmannschafts-Capitano Michael Ballack, der wohl seit 2002 jedes Jahr am 30. Juni eine Träne (wenn auch nur innerlich) verdrückt, weil er durch seinen dritten gelben Karton im Halbfinale gegen Südkorea (und das in herausrageneder Form) nicht am Finale teilnehmen konnte. Vielleicht im Nachhinein auch ein Grund, warum Brasilien damals mit 2:0 in Yokohama gewann.
Ballack bat sich danach nie wieder die Möglichkeit, ein WM-Endspiel zu bestreiten.

Nun ist das WM-Finale aber noch einmal in seiner fußballerischen Bedeutungsträchtigkeit höher anzusiedeln als ein Champions-League-Finale. Doch das kommt fast schon (Europameisterschafts-Finale nicht zu vergessen) direkt dahinter.

Ob dahingehend „Besserung“ in Sicht ist, lässt sich nicht sagen. Es wäre jedoch aus meiner Sicht wünschenswert, wenn man beispielsweise nach dem Viertelfinale sämtliche gelbe Karten auf null setzt oder so etwas wie eine Gelbsperre im WM/EM/CL/EL/Pokal-Finale konsequent ausschließt.
Wer einen berechtigten Platzverweis im Halbfinale erhält, fehlt dann weiterhin absolut zurecht im Endspiel. Und alle „Gelbsünder“ könnten trotzdem an einem der größten Partien ihrer Karriere teilnehmen.

Nun gut. Für Xabi Alonso wäre es das nach 2005 und 2007 (mit dem FC Liverpool) das dritte Champions-League-Finale gewesen, in dem er mitgewirkt hätte. Ob sich die Gelegenheit dazu nochmal für den 32-Jährigen bietet? Sein Vertrag bei den „Königlichen“ läuft zumindest noch bis 2016, sodass das durchaus noch im Bereich des Möglichen zu liegen scheint (vorausgesetzt, er bleibt gesund und Real Madrids Erfolgsserie hält an).

Wenigstens kann ihm im Finale am 24. Mai 2014 in Lissabon niemand nach seiner Gesundheit trachten, wie es beim WM-Finale 2010 (Spanien gegen Holland) Nigel de Jong versuchte. Kopf hoch Xabi. Geht weiter!

Treffen sich zwei „The One’s“. Sagt der eine: Good luck.

Nachdem der FC Chelsea mitsamt Trainer José Mourinho am Dienstagabend (8. April 2014) vor heimischer Kulisse nach der 1:3-Hinspielpleite durch ein 2:0-Sieg doch noch das Halbfinalticket buchte, kannte die Freude in der Stamford Bridge keine Grenzen.

Zu diesem Erfolg hatte nicht nur André Schürrle mit seinem Treffer zum 1:0 beigetragen, sondern ebenso der Ex-Hoffenheimer Demba Ba, der wenige Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit das zweite Tor des Tages erzielte, sein Team ins Halbfinale der Champions League katapultierte.

Anschließend durfte „Blues“-Coach Mourinho („The Special One“) viele Gratulationen entgegennehmen. Unter anderem von Zlatan Ibrahimovic („The Only One“), der ihn bei einem TV-Interview von hinten überrascht und „viel Glück“ für den weiteren Wettbewerb wünscht.

Eine faire Geste von Paris‘ Top-Torschützen Saint Zlatan, der das Ausscheiden seines Teams aufgrund einer Verletzung im Oberschenkel nicht verhindern konnte.
Ob Chelsea vom „Glück“ im Halbfinale gegen Atletico Madrid wirklich Gebrauch machen muss, wird sich dann bei den Begegnungen am 22. und 30. April 2014 zeigen.

Mittags, 12 Uhr, Nyon: Auslosung der Champions-League-Viertelfinalkracher… die längst feststehen!

Nachdem die Bayern ziemlich problemlos und der BVB geradeso in das Champions-League-Viertelfinale einziehen, erwartet sie dort mit ziemlicher Sicherheit ein großkalibriger Gegner. Denn im morgigen (21. März 2014) Lostopf (Zeremoniestart: 12 Uhr) befinden sich neben den verbleibenden deutschen Teams noch der FC Chelsea und Manchester United (England), der FC Barcelona, Atletico sowie Real Madrid (Spanien) und die SpVgg St. Zlatan (manchen bekannt als Paris St. Germain, Frankreich).

Für euch exklusiv hat der Fernschussblog keine Mühen und Kosten gescheut, um sich zu seinem Orakel des Vertrauens zu begeben und sich die Partien heute schon (20. März 2014) vorhersagen zu lassen. Damit euch morgen vor Schreck nicht die Capri-Sonne aus der Hand fällt, wenn ihr die Auslosung live im Auslosungsticker eures Vertrauens verfolgt.

Auch der FC Bayern ist darauf gespannt, welches Team sie als Nächstes nach Strich und Faden vom Platz fegen können. Foto: © Facebook.com

Auch der FC Bayern ist darauf gespannt, welches Team sie als Nächstes nach Strich und Faden vom Platz fegen können. Foto: © Facebook.com

Am 1./2. sowie 8./9. April kommt es zu folgenden Duellen:

  • 1. Manchester United vs. FC Barcelona
  • 2. Real Madrid vs. Borussia Dortmund
  • 3. FC Bayern München vs. Paris St. Germain
  • 4. Atletico Madrid vs. FC Chelsea

Noch Fragen? Keine? Gut. Dann wundert euch nicht, wenn morgen zur Mittagszeit im schweizerischen Nyon die Losfee exakt diese Partien zusammenwürfelt und der Fernschussblog als neues Sport- und Fußballportal sein Renommee (mindestens) mit einem Schlag verdoppeln kann.

Korrektur aus aktuellem Anlass::

Aufgrund der eher überschaubaren Orakelqualitäten (lediglich 25 Prozent Wahrheitsgehalt) entschied sich der Fernschussblog, sein Medium zu entlassen. Nichtsdestotrotz lauten die Begegnungen im Champions-League-Viertelfinale 2014 nun wie folgt:

Manchester United gegen Bayern München,

Real Madrid gegen Borussia Dortmund,

der FC Barcelona gegen Atletico Madrid und

Paris Saint Germain gegen den FC Chelsea.

  • Die Bayern erwartet mit Manchester United ein Team, das in dieser Spielzeit unter Neucoach David Moyes sehr schwankende Leistungen präsentiert und besonders in der Premier League mehr enttäuschte als glänzte. Und trotzdem die „Red Devils“ mit Weltfußballern wie Robin van Persie, Wayne Rooney oder „Oldie“ Ryan Giggs auflaufen, erscheinen sie doch als dankbarer Gegner, den der deutsche Rekordmeister (möglicherweise sogar deutlich) aus dem Wettbewerb schießt.

Borussia Dortmund bekommt es erneut (wie im CL-Halbfinale 2012/2013) mit den „Königlichen“ von Real Madrid zu tun. In derzeitiger Verfassung wohl eine Wand, die die Schwarz-Gelben nur dann bezwingen können, wenn sie in beiden Partien ihr Leistungsmaximum abrufen. Und ob das (bei den vielen Verletzten) und den zuletzt durchweg überzeugenden Madrilenen drin ist, darf aktuell bezweifelt werden.

  • Auch, wenn beim spanischen Duell der FC Barcelona auf den ersten Blick als Favorit gilt, kann sich Atletico durchaus Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Schließlich liegen sie in der heimischen Primera Division nicht zufällig einen Zähler vor Barca und sind damit Verfolger Nummer eins von Real Madrid. Klar ist allerdings auch: Drehen Messi, Neymar und Co. auf, wird das Ziel „Halbfinaleinzug“ für Atletico Madrid zu einer diffizilen Angelegenheit.

Paris gegen Chelsea erscheint mir als ein nahezu „favoritenloses“ Aufeinandertreffen. Beide Teams sind mit Sicherheit dazu im Stande, an guten Tagen als Sieger vom Feld zu gehen. Dafür müssen Ibrahimovic, Cavani und Co. allerdings das Londoner Abwehrbollwerk durchbrechen, wohingegen die „Blues“ mit Offensivkünstlern wie Hazard, Oscar oder Willian definitiv zu Torchancen kommen dürften.