Schlagwort-Archive: bundesliga

Hinrundenfinale im Berliner Olympiastadion: Hertha BSC verliert 0:5 gegen Hoffenheim

Das erste Mal, als ich im Berliner Olympiastadion ein Fußballspiel live verfolgte, war meines Wissens am 9. November 2008, zum damaligen Spitzenspiel zwischen der Hertha aus Berlin (Platz 5) gegen den damaligen Überraschungsaufsteiger, die TSG aus Hoffenheim (Platz 2). Und wenn man sich die Kader beider Teams heute so anschaut (bei Hertha: Voronin, Pantelic, Raffael, Friedrich, Drobny; bei Hoffenheim: Ba, Eduardo, Gustavo, Salihovic), kann man das durchaus nachvollziehen.

Gestern, am 21. Dezember 2014 und vierten Adventssonntag, führte es mich erneut in das Stadion in Berlin Charlottenburg/Wilmersdorf, um rund sechs Jahre später dasselbe Duell ein weiteres Mal zu begutachten. Aus dem Kader von 2008 mit dabei gewesen waren lediglich drei Spieler: Herthas Kapitän Fabian Lustenberger sowie Hoffenheims Standardsituationsexperte Sejad Salihovic und Rechtsverteidiger Christian Beck. Alle anderen Akteure waren neu, ebenso hat sich die Tabellenkonstellation etwas verschoben, denn jetzt empfing der Tabellendreizehnte (aus Berlin) den -achten (aus Sinsheim).

Ich freute mich auf das Spiel, alleine um von mir hoch angesehene Akteure wie Valentin Stocker, Nico Schulz oder Julian Schieber (bei Hertha) oder Pirmin Schwegler, Kevin Volland sowie Roberto Firmino (Hoffenheim) live bei der Arbeit zuzuschauen.
Mein (Wunsch-)Tipp für die Begegnung war ein munteres 3:3, was sich „fast“ bewahrheitete. Bloß schade, dass der Hertha an diesem Nachmittag nicht nach Toreschießen (bzw. Fußballspiele im Allgemeinen) gewesen ist.

1

Setting aus „The Walking Dead“ oder ein ganz normaler Vorweihnachtssonntag? Das Berliner Olympiastadion in der Ferne bei dunkelgrauem Himmel und blattkargen Bäumen, etwa eine Stunde vor dem Anstoß.

2

Mit jeder Minute Richtung Anpfiff nahmen die grauen Wolken ab, sodass sich sogar für einige Momente die Sonne blicken ließ.

4

Wie schon vor einem Jahr beim Weihnachts-Bundesliga-Duell zwischen Hertha BSC und Werder Bremen nahm ich auch dieses Mal im Block „F2“ Platz, der mir u.a. eine hervorragende Sicht auf den Rasen ermöglichte.

5

21. Dezember 2014, 15:26 Uhr, Berliner Olympiastadion: Fußballakteure, Schiedsrichtergespann und Einlaufkinder betreten gesammelt den Rasen, um die Sportveranstaltung zu beginnen.

6

„Rettung“ ins eigene Tor: nach 23. Spielminuten landete der Ball das erste Mal im Gehäuse, als Herthas Innenverteidiger Anthony Brooks den Ball nach einer Hereingabe von Volland ins eigene Tor befördert.

7

Ein Duell der ersten Halbzeit: Berlins Torhüter Thomas Kraft versus Hoffenheims Elfmeterspezialist (und Ex-Herthaner) Sejad Salihovic. Gleich zwei Mal zeigte Schiedsrichter Sippel auf den „Punkt“ (23./39. Spielminute), sprach den Hoffenheimern (umstrittene) Strafstöße zu. Die Folge: Salihovic netzte doppelt ein, sodass die Sinsheimer Stück für Stück ihre Führung ausbauten.

8

Das Halbzeitresultat war in der Höhe ein wenig übertrieben. Dennoch präsentierten sich die Berliner insgesamt unterirdisch und konnten gegen offensiv prima eingestellte Hoffenheimer wenig bis gar nichts in der ersten Halbzeit ausrichten. Würde sich das möglicherweise im zweiten Durchgang ändern?

9

Das Berliner Olympiastadion war an diesem Sonntagnachmittag mäßig gut befüllt, machte dennoch einen optisch prächtigen Eindruck.

10

Wo sind die Hoffenheimer? Während die elf Herthaner bereits formiert auf dem Platz standen, ließen sich die Gäste aus Sinsheim etwas mehr Zeit beim Pausentee.

11

Etwas weniger als 40.000 Zuschauer fanden sich an diesem letzten Adventssonntag im Olympiastadion ein. Mehr Menschen, als überhaupt in Sinsheim (Stand Dez. 2013: 34.674) leben.

12

In der zweiten Hälfte präsentierten sich die Berliner etwas besser und vergaben in der 54. Minute die Riesenchance zum 1:3 durch Ben-Hatira. In der Folge wurden sie stetig offensiver, ohne zwingende Torchancen zu kreieren. Durch einen Konter nach einer Ecke der Herthaner resultierte dann der vierte Hoffenheimer Treffer durch Schipplock, ehe Herthas Niemeyer sich „verdribbelte“, den Ball im eigenen Strafraum verlor und Rudy letztlich problemlos zum 5:0 einschieben konnte.

13

Am Resultat änderte sich bis zum Schlusspfiff nichts mehr. Die Berliner kassierten die höchste Heimniederlage der Saison, gleichermaßen gelang den Hoffenheimern der höchste Auswärtssieg ihrer Bundesliga-Historie.

14

Kein Wunder also, dass die Kicker der TSG nach Spielende noch ein bisschen mit den vielleicht 150 mitgereisten Fans feierten, ihnen teilweise sogar als kleine Vorweihnachtspräsente ihre Trikots überließen. Negative Randnotiz: Enttäuschte Hertha-Anhänger bewarfen sie im Anschluss noch mit Bierbechern, wurden zum Glück von den Ordnern im Stadion schnell ausfindig gemacht.

Seltenes Naturphänomen in Mainz, fliegende Hoffenheimer und gewohnt punkteteilende Freiburger: der 17. Bundesliga-Spieltag im Überblick

Was war das wieder für ein verrücktes Hinrundenfinale am 17. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Während sich die Kicker von Schalke und Hamburg sowie Stuttgart und Paderborn quasi 90 Minuten (gefühlt) gegenseitig in den Schlaf wiegen, ist der FC Bayern um Haaresbreite an einem blamablen Punktverlust vorbeigeschrammt. Ganz im Gegensatz zum SC Freiburg, der zum fünften Mal in den Schlussminuten den Sieg aus der Hand gibt und es sich nun erst einmal bis zum Rückrundenstart Ende Januar am Tabellenende bequem macht. (Wenn überhaupt) Einziger Trost der Freiburger: Sie sind punktgleich mit Dortmund, immerhin noch amtierender Vizemeister und Champions-League-Achtelfinalist.

Was sonst noch so an diesem Spieltag los gewesen ist, erzählt euch der Fernschussfunk – und wünscht euch einen fantastischen Jahresausklang.

One last time: Der 17. und letzte Bundesliga-Spieltag in 2014

Ab Sonntag gegen 19:20 ruht für mehrere Wochen bis 30. Januar der Ball in der deutschen Fußball-Bundesliga. Vorher allerdings gibt es noch einmal neun spannende Begegnungen, bei der der Fernschussfunker sogar bei einer live vor Ort ist. Welche das ist und was man insgesamt vom letzten Spieltag im Kalenderjahr 2014 erwarten kann, erfahrt ihr hier.

Hertha „angemeiert“, Dortmund sichert Relegationsplatz, Reus rast führerscheinlos durch die Nacht

So schnell, wie die englische Woche in der Fußball-Bundesliga einzog, ist sie auch wieder weg. Kein Grund, die Highlights des 16. Spieltags nicht angemessen Revue passieren zu lassen, die der Fernschussfunk für euch aufgearbeitet hat.
Ebenfalls in der Aufnahme enthalten: ein Kurz-Kommentar (ab 7:05 Min) zu Marco Reus‘ 540.000-Euro-Strafe aufgrund mehrfacher Verkehrsdelikte, die er sich einhandelt, ohne überhaupt einen Führerschein zu besitzen.

Englische Woche in der Fußball-Bundesliga: Der Fernschussfunk nimmt den 16. Spieltag unter die Lupe

Kurz vor Weihnachten beschert die Fußball-Bundesliga ihren Fans eine englische Woche, wodurch sie ausnahmsweise mal nicht am Wochenende, sondern mitten in der Woche einen Spieltag austrägt. Für die Spieler bedeutet das, noch einmal Vollgas zu geben, bevor die Winterpause beginnt, um sich mit positiven Erfolgserlebnissen aus dem Jahr 2014 zu verabschieden.
Klar, dass das nicht allen Mannschaften gleichermaßen gelingen kann, da es schon mit dem Teufel zugehen müsste, wenn auf einmal sämtliche Partien unentschieden enden. Immerhin: Bereits am 15. Spieltag hat es gleich fünf Remis gegeben, sodass theoretisch nicht mehr viel dazu fehlt, auch wenn es einen komplett sieg- wie niederlagenlosen Spieltag bis jetzt noch nicht gegeben hat. Rekord sind aktuell wohl sieben Remis an einem Spieltag, so geschehen am 20. Spieltag der Saison 1998/1999.

Zumindest der Fernschussfunk ist sich sicher: Das wird am 16. Spieltag der Saison 2014/2015 nicht passieren.