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Ein Leben Lang blau-weiß: So erklären Schalke-Fans die Verbindung zu ihrem Herzensverein

„Was bedeutet Schalke für Sie“ wäre eine dieser Fragen, über die ich ein wenig grübeln müsste. Einerseits erinnere ich mich an Kindheitstage zurück, als ich in der legendären „Meister der Herzen“-Spielzeit 2000/2001 vor dem Radiogerät in Tränen ausbrach. Zu dieser Zeit sympathisierte ich durchaus mit den „Knappen“, weil mich vor allem das Sturmduo Sand-Mpenza, Jörg Böhmes Freistöße und Andi Möller (einfach so) ganzschön beeindruckten. Und dann ereignete sich dieser unfassbar ärgerliche indirekte Freistoß, der die Bayern in den Fußballhimmel und ganz Gelsenkirchen in die Hölle schickte.
Momente, die ich genauso wenig vergesse wie das 5:2-Spektakel in San Siro gegen Inter Mailand, als Baumjohann, Sarpei und Edu (kaum zu glauben, aber wahr) im Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel den damals amtierenden (!) CL-Sieger aus dem eigenen Stadion kärcherten.

Man merkt schon: Ich mache das an älteren sportlichen Höhe- und Tiefpunkten fest, obwohl S04 heute bei mir emotional wenig bis gar nichts mehr (Ausnahme: Gelächterm warum s.u.) auslöst. Menschen, die quasi ein Leben lang schon mit „blau und weiß“ aufgewachsen sind, sehen das ein wenig anders und haben ihre ganz eigene Verbindung zu S04, wie einige Fans bei der Schalker Saisoneröffnung zeigten.

Hierbei ist es zunächst einmal beachtlich, mit wie viel Elan der kleine Racker (ab Sekunde 14) sein Calippo-Eis wegmümmelt, während seine Mama von „Religion“ und „Leidenschaft die Leiden schafft“ spricht.
Humorvoll auch der Fan, dessen Herz eigentlich für den FC Twente schlägt, der sich aber quasi spontan von der Kamera (dennoch) zu Schalke 04 bekennen soll und als Fazit ein nüchternes „Schalke passt ja zu Twente“ herausbringt. Das mag zwar in Sachen nationale Pokalsiege (beide zuletzt: 2010/2011 erfolgreich) stimmen. Ansonsten haben Twente und Schalke aber so viel gemein Melonen (bestes Obst jetzt im Sommer, schon gewusst?) und Erdbeeren (Saison vorbei, dennoch legendär gutes Obst).

Klar: Das I-Tüpfelchen des Clips ist natürlich der Kollege, der in seiner Bierlaune den Slogan „echte Liebe“ (immerhin vom Rivalen aus Dortmund) kurzerhand auf seinen eigenen blau-weißen Herzensclub ummünzt und sich für diese sprachliche Blutgrätsche fast noch eine Ordnungsschelle einhandelt. So recht verübeln kann man ihm das eigentlich nicht. Immerhin muss er als Schalker auch regelmäßig die (in ihrer Einzigartigkeit kaum zu übertreffenden) Aussagen von Manager Horst Heldt aushalten, dessen Phrasenbuch ich glatt kaufen würde, um es in Alltagssituationen anzuwenden.

Kostprobe gefällig? Ok: Zusammenfassend fiel Heldt zu Ex-Schalke-Coach Roberto di Matteo Folgendes ein: „Ich möchte nicht sagen, dass es ein Fehler war. Aber es ist nicht aufgegangen.“ Ein Satz, den man sich so bestimmt auch beim Beenden einer Beziehung vorstellen könnte. Weiterhin am goldigsten ist allerdings jener Ausspruch, den er 2010 vor dem CL-Achtelfinale gegen den FC Barcelona (damals war er noch beim VfB Stuttgart angestellt) raushaut: „Wir sind krasser Außenseiter. Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen.“ Das Ende vom Lied: Stuttgart schied aus, verlor das Rückspiel im Camp Nou mit 0:4.

Immerhin: Mit „Dre“ Breitenreiter haben die Knappen eine Elanbombe als Trainer, der (wenn Boateng sich entweder zusammenreißt oder wechselt) ein hochambitioniertes Team coacht. Geis, Nastasic, Di Santo, Caicara, Riether: Allesamt beachtliche Transfers, die das Team nach vorne bringen dürften. Schade: Die griechische Abrissbirne „Papa“ haben sie nach Leverkusen ziehen lassen (wenn sich das mal nicht als Fehler erweist und er irgendwann für noch viel mehr Geld ins Ausland wechselt). Gut möglich, dass S04 dennoch wieder die Top 4 der Liga ins Visier nimmt – und dabei hoffentlich nicht wieder so dermaßen vom Pech verfolgt wird, wie das 2000/2001 der Fall gewesen ist.

Kein Platz mehr für Kevin Großkreutz: Dortmunder Urgestein und Fanidol vor Abschied?

In Dortmund geboren, in Dortmund zu Haus: Wenn das auf einen Spieler von Borussia Dortmund zutrifft, dann ohne Weiteres auf Kevin Großkreutz. Besonders hinter ihm liegt eine schwierige Spielzeit 2014/2015, nachdem er erst mit seinem Herzensverein ans Tabellenende rutschte und dann einen Muskelbündelriss sowie eine weitere Knie-OP durchmachte. Eine Zeit, in der sich die Dortmunder in der Bundesliga (ohne ihn) von Platz 18 Richtung Platz 7 ballerten und dort auch die (durch und durch verkorkste Saison) beendeten.

Und nun? Neue Spielzeit, neues Glück? Jürgen Klopp ist Vergangenheit und Thomas Tuchel gibt jedem Profi seines Kaders eine neue Gelegenheit, um sich zu beweisen. Das gilt genauso für Kevin Großkreutz, der sich langsam wieder ins Team zurückarbeitet und noch Trainingsrückstand besitzt. Darum war er im CL-Qualifikations-Hinspiel (30. Juli 2015) in Klagenfurt noch nicht im Kader und dennoch Gesprächsthema Nummer eins. „Seit Wochen hat keiner mehr mit mir geredet“, wird er zuhäuf in den Medien zitiert. Dass die Aussage sich auf seine Vertragsverlängerung bei den Borussen bezog: Geschenkt! Da hat die „Sport Bild“ in Sachen Interviewverschriftlichung wieder ganze Arbeit geleistet.

Zumindest die BVB-Verantwortlichen (Trainer Tuchel, Sportdirektor Zorc) deuteten die Aussage ebenfalls auf die allgemeine sportliche Situation bezogen. „Das ist nicht, wie wir miteinander umgehen“, sagte Tuchel und Zorc fuhr fort: „Er soll sehen, dass er wieder in Form kommt und nach seiner Verletzung wieder die Trainingseinheiten absolviert.“. Wahre Worte zwar, doch warum löst man dieses scheinbare Missverständnis nicht zuerst intern, sondern über die Presse? Ist es nicht nachvollziehbar, dass Großkreutz hier wieder gezielt durch den Dreck gezogen werden könnte? Klar, aufgrund seiner intellektuell überschaubaren Interviews (Ja und? Er ist Fußballer und kein Literaturnobelpreisträger) und der Dönerwerf-Hotellobbypinkel-Mentosmann-Vorgeschichten besteht für viele nun eben mal wieder ein Anlass, über ihn abzuledern.

Dabei war längst klar, dass es auch für den gesunden Kevin Großkreutz äußerst schwer wird, sich seinen einstigen Stammplatz zurückzuerobern. Seine Konkurrenz: Reus, Hofmann, Kampl, Kuba. Normalerweise käme Aubameyang auch noch hinzu, der allerdings im Sturmzentrum (wie schon vorher teilweise in Saint-Étienne) abgehen soll. Bleibt da noch Platz für einen Großkreutz?

Natürlich könnte er im Fall aller Fälle auch als Außenverteidiger aushelfen. Dass (die verletzungsanfälligen) Schmelzer, Pisczcek, Durm und Co. hier aber bessere Leistungen abrufen, ist ein offenes Geheimnis. Kaum vorstellbar, dass er seinen Vertrag absitzt, der am 30. Juni 2016 ausläuft. Dabei hat er sich sportlich in Sachen Einsatz und Ehrgeiz wohl absolut nichts vorzuwerfen. Er brennt für seinen BVB, für den für ihn „geilsten Club der Welt“, wie er mal in einem Interview sagte.

Und doch bleibt ihm scheinbar keine andere Wahl, als in den nächsten Wochen über einen Vereinswechsel nachzudenken (oder gar zuzustimmen). Es dürfte die einzige Möglichkeit sein, wenn er sich sportlich zurückmelden und sich für eine Berücksichtigung für die EM 2016 empfehlen möchte (und das wird schwer genug beim derzeitigen Überangebot an Flügelspielern im DFB-Kader). Ich könnte ihn mir gut bei Köln, Frankfurt oder den Aufsteigern aus Ingolstadt/Darmstadt vorstellen. Den Herthanern könnte ein Kämpfer wie Großkreutz auch durchaus stehen.

„Willst du Dortmund oben seh’n, musst du die Tabelle dreh’n“: BVB am Tabellenende angekommen

Den FC Bayern und Borussia Dortmund trennen in der aktuellen Tabelle der Fußball-Bundesliga (Stand: 1. Dezember 2014) bereits 22 Punkte. An und für sich nichts Besonderes, da die Münchener in 2013/2014 auch mit 19 Punkten und 2012/2013 mit 25 Punkten Vorsprung die deutsche Meisterschaft gewonnen haben.
Allerdings besitzen sie den derzeitigen Vorsprung nicht nach 34, sondern schon nach 13 Bundesliga-Spieltagen. Eine Tatsache, die einerseits die Dominanz der Bayern zeigt und andererseits nahelegt, dass die Dortmunder in dieser Spielzeit sich wohl so richtig ins Zeug legen (und auf Ausrutscher anderer Teams) hoffen müssen, um im Mai 2015 noch das Vizemeisterschafts-Triple einzufahren.

Nach dem 0:2-Auswärtsmisserfolg in Frankfurt findet sich der BVB tatsächlich auf dem letzten (!) Tabellenplatz wieder. Eine ungewöhnliche sportliche Konstellation, wenn der amtierende Vizemeister in Champions League sowie DFB-Pokal bereits für das Achtelfinale qualifiziert, aber in der Liga nur das achtzehntbeste Team ist.
Die Gründe hierfür sind vielfältig. So sorgen einerseits extreme Formschwankungen (oft innerhalb eines Spiels), nicht aufhörende Verletzungssorgen und die Lücke, die Robert Lewandowski (u.a. als zweikampfstarker, Bälle haltender Stürmer) hinterlässt, für das nahezu kollektive Leistungstief. Andererseits leistet sich die Defensive der Dortmunder in den letzten Wochen und Monaten derart grobe Schnitzer, dass man gar nicht anders kann, als danach zu fragen, wie verunsichert die Akteure auf dem Platz eigentlich sind.

Das veranschaulicht nicht nur die misslungene Kopfballrückgabe von Ginter (oder das sinnfreie Herauslaufen von Keeper Weidenfeller) gegen Frankfurt, die zu einem weiteren Gegentor führte, die nächste Niederlage besiegelte.

Die Misere beginnt bereits am 1. Spieltag (0:2-Heimniederlage gegen Leverkusen), als Bellarabi gegen die Dortmunder nach handgestoppten neun Sekunden das schnellste Tor des Bundesliga-Historie erzielt. Den unglücklich agierenden Matze Ginter und Erik Durm sei Dank.

Gerade Youngster (und „Weltmeister“) Erik Durm widerfahren diverse Unkonzentriertheiten, die den Dortmundern in dieser Spielzeit bereits einiges an Gegentoren (und Punkteverlusten) bescherten. Auch Innenverteidiger Neven Subotic sucht derzeit nach der Souveränität vergangener Tage, genauso wie Neuzugang Matthias Ginter im Dress der Schwarz-Gelben bisher nahezu durchweg enttäuschte. Gut möglich, dass darum Linksverteidiger Marcel Schmelzer (seit Wochen nur Ersatzbankhüter), Mats Hummels (nach Bänderverletzung wohl noch vor Weihnachten zurück) und Sokratis (baldiges Comeback wahrscheinlich) sehnlichst zurückerwartet werden.

So könnte Jürgen Klopp zumindest wieder eine (eigentlich) stabile Viererkette aufbieten, die die Konzentration über 90 Minuten hält, krasse Patzer (und damit Torgeschenke) vermeidet. Vollenden die Dortmunder ihre Angriffe dann noch zielstrebiger, verwerten auch nur eine ihrer zahlreichen Torchancen, verabschieden sie sich ganz bald wieder aus dem Abstiegskampf (und überlassen dem Hamburger SV die rote Laterne). Ich gehe jede Wette ein, dass das (der Befreiungsschlag) spätestens nach der Winterpause gelingt und sie wieder aus eigener fußballerischer Kraft Spiele gewinnen, auf Schützenhilfe wie am 11. Spieltag (9. November 2014, gegen Gladbach) nicht länger angewiesen sind.

Superbayern gegen Stolperborussen – Schaffen die Dortmunder gegen den deutschen Rekordmeister die Liga-Wende?

Wenn der amtierende Meister auf den Vizemeister trifft, verheißt das meist eine spannende wie ausgeglichene Partie. Eine Tatsache, die auch am heutigen Abend (1. November 2014) um 18:30 in der Münchener Allianz-Arena so eintreten könnte, auch wenn den FC Bayern und Borussia Dortmund derzeit schon 14 Punkte und 13 (!) Tabellenränge trennen. Während die Münchener also ungeschlagen Kurs auf die Herbstmeisterschaft nehmen, finden sich die Dortmunder im Tabellenkeller wieder. Da kommt ihnen für die „Liga-Wende“ die unbesiegbaren Bayern vielleicht gerade recht.

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Foto: © Facebook.

Rückblick: Zuletzt bewältigten beide Teams im DFB-Pokal ihre Aufgaben souverän und bezwangen quasi im Vorbeigehen Hamburgs Fußballsaushängeschilder, die Bayern den HSV mit 3:1 und der BVB den FC St. Pauli mit 3:0.
Ähnlich erfolgreich präsentieren sie sich in der Königsklasse. Mit maximaler Punktausbeute (drei Siegen aus drei Partien) befinden sich hier sowohl der FCB (zuletzt mit einem wahnsinnigen 7:1-Auswärtssieg beim AS Rom) als auch die Dortmunder (zuletzt mit einem lockeren 4:0-Erfolg gegen Galatasaray Istanbul) schon nahezu mit einem Bein im Achtelfinale der UEFA Champions League.

Nur in der Liga herrscht aktuell irgendwie verkehrte Welt. Am 9. Spieltag kassierte der BVB seine vierte (!) Bundesliga-Pleite in Folge gegen Hannover (0:1) und steht mit nur einem Zähler vom Relegationsplatz entfernt fast schon im Abstiegskampf. Das komplette Gegenteil ist beim FCB an der Tagesordnung, immerhin liegt die letzte Bundesliga-Niederlage schon über ein halbes Jahr zurück. Hier verlor man am 12. April 2014 mit 0:3 vor heimischer Kulisse – gegen Borussia Dortmund. Zuletzt „strauchelten“ die Bayern gegen starke Gladbacher und kamen nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus.

Möglicherweise ein gutes Omen für das Spiel am heutigen Abend? Zumindest auf dem Papier scheint es schon einmal eine packende Begegnung zu werden. Eine Schlüsselposition könnte beim BVB die Besetzung der Linksverteidigerposition werden, die gegen Hannover (Liga) und St. Pauli (Pokal) Youngster Erik Durm nach Verletzungspause und vorher der gelernte Innenverteidiger Sokratis bekleidete. Gut möglich, dass sich Jürgen Klopp hier gegen Bayerns Außenwirbelwinde erneut für den defensiv stabileren Griechen entscheidet, der aber wiederum nicht über den Offensivdrang eines Erik Durm verfügt. Ebenfalls offen: Spielt Gündogan von Beginn an? Theoretisch könnte auch Zweikampfwunder Sven Bender auflaufen. Und wer darf beim BVB die Position in vorderster Front einnehmen? Aubameyang, Ramos oder doch Immobile? Hier dürften Ramos (im Sturmzentrum) und/oder Aubameyang (kann auch auf der rechten Außenbahn spielen) gute Chancen besitzen, um in der Startformation zu landen.

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„Da muss der Ball hin“, deutet Aubameyang seinem Kollegen Marco Reus an. Ob er sich diesen Hinweis heute zu Herzen nimmt oder den Ball doch eher (wie am 12. April 2014 beim 3:0-Auswärtssieg der Dortmunder) ins bayerische Tor jagt, bleibt abzuwarten. Foto: © Facebook.

Bei den Bayern gibt es wenig bis gar keine Fragezeichen, was die Aufstellung betrifft. Einzige Ausnahme: Spielt in der Verteidigung Dante oder Medhi Benatia (oder beide)? Außerdem dürfte Arjen Robben sein Comeback geben und die (zuletzt in der Liga häufig wacklige) Abwehrreihe der Dortmunder vor einige Probleme stellen. Insgesamt scheint es nicht ausgeschlossen, dass Josep Guardiola auf die Elf vertraut, die vor sechs Tagen (26. Oktober 2014) im Gladbacher Borussia-Park ein 0:0 erspielte.

Brisant dürfte die Begegnung auch durch das seit einigen Wochen durch die Medien tanzende „Reus“-Theater werden. Die Bayern kennen anscheinend die festgeschriebene Ablösesumme, für die Marco Reus Borussia Dortmund verlassen kann und sind (wen wundert es) an einem außerordentlichen Fußballer wie ihn nicht abgeneigt. Reus besitzt allerdings noch einen Vertrag bis Ende Juni 2017 und verkündete auf seiner Facebook-Seite, dass für ihn aktuell nur die nächsten Partien mit Dortmund sowie die Länderspiele zählen, sich andere Menschen weitaus mehr Gedanken über seine Zukunft machen würden, als er das tue. Ein eindeutiges Bekenntnis zu seinem Verein à la „BVB ein Leben lang“ o.ä. liest man hier zwar nicht heraus, aber wer weiß, was sich da in den kommenden Monaten noch ergibt.
Darüber hinaus treffen Dortmunds einstige Stars (Götze, Lewandowski) auf ihre ehemaligen Kollegen, was ihnen Pfiffe aus dem schwarz-gelben Gästeblock bescheren (aber auf dem Spielfeld selbst wenig stören) dürfte.

Für die Dortmunder wäre ein Sieg in der Allianz-Arena die ideale Möglichkeit, um einerseits das Unmögliche (Bayern besiegen, Liga spannender machen) und andererseits einen ersten Schritt Richtung Bundesliga-Wende zu schaffen. Denn eigentlich gehören sie mit diesem Kader in die Top (und nicht die Last) 5 der Fußball-Bundesliga. Sie müssen sich „nur“ endlich von ihrer Chancenvergeberitis auskurieren und die folgenschweren Unkonzentriertheiten in der Abwehrarbeit abstellen, um (wohl) auch in der Liga wieder erfolgreichere Zeiten einzuläuten. Vielleicht gelingt das ja schon am heutigen Abend gegen den deutschen Rekordmeister, immerhin haben sie noch kein „Flutlichtspiel“ in dieser Spielzeit verloren (wie die Kollegen von Sky Sport herausfanden und damit mal wieder offenbarten, wie schwach und sinnfrei manche Statistiken doch sein können).

Mein Tipp für heute Abend: Es wird ein packendes Spiel mit einem Chancenübergewicht seitens der Bayern, die am Ende 2:1 siegen. Natürlich kann mich die Borussia aus Dortmund gerne mit einem Remis/Sieg überraschen, am besten mit einem Last-Minute-Treffer in bester Grafite-Manier. Realitätsferne Vision oder möglicherweise von Aubameyang, Ramos und Co. umsetzbar? Heute Abend gegen 18:30 Uhr wissen wir mehr. Auf ein grandioses Spiel!

Lass das mal den Papa‘ machen. Der Papa‘ macht das gut!

Der „Stromberg“-Film läuft nach wie vor in den Kinos und sorgt bei allen, die sich finanziell via Crowdfunding am Projekt beteiligten, mittlerweile für strahlende Geldbeutel.
Anfang Februar erschien dabei auch gewissermaßen die „Filmhymne„, bei der Schauspieler Christoph Maria Herbst in Person der Hauptfigur „Bernd Stromberg“ zu „Lass das mal den Papa machenüber das Parkett s(w)ingt.

Ein Lied, das nicht nur die deutschen Single-Charts stürmt, sondern den Verantwortlichen (aus meiner Sicht fast schon ein paar Wochen zu spät) von Borussia Dortmund zu einer Idee hinleitet, die eigentlich auf der Hand liegt.
Man kombiniere lediglich die Kurzform vom Nachnamen des griechischen Innenverteidigers Sokratis (Papastathopoulos, also Papa‘), drücke ihn den Refrain in die Hand und zerre ihn für eine „Performance“ vor eine Kamera.

Klingt nach ganz großer Innovation? Schaut selbst! Zumindest sucht man vergebens nach einem Lächeln bei Cover-Künstler Papa‘, selbst wenn die inhaltlichen Aussagen bezüglich seiner starken Defensivqualitäten ohne Wenn und Aber zutreffen.

Ob man beim Schwarz-Gelben Reviernachbarn aus Gelsenkirchen schon an einem Papa‘-Pendant mit Kyriakos Papadopoulos schmiedet, ist nicht überliefert. Aufgrund seines scheinbaren Humors dürfte das alles andere als ein abwegiger Gedanke sein. Der Fernschussblog bleibt da definitiv am Ball und berichtet euch, sobald die Schalker dort etwas nachliefern sollten.