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Realistisch oder nur ein Traum: Neven Subotic wechselt von Borussia Dortmund zum HSV

Als ich am Mittwoch (17. Februar 2016) über meine Fußballseiten des Vertrauens surfte, blieben meine Augen besonders an einer Meldung kleben: „Neven Subotic zum HSV?„.

Noch einmal langsam: Neven Subotic, der aktuell vielleicht gefragteste Ersatz-Innenverteidiger der Bundesliga, soll (wenn er denn wechselt) ausgerechnet zum Hamburger Sportverein gehen? Zum derzeitigen Tabellenelften, der in den vergangenen Spielzeiten nur minimal am Abstieg vorbeigeschrammt ist?

In der Abwehr passabel aufgestellt

Sagen wir mal so: Das wäre für den HSV ein personeller Glücksfall. Subotic ist erst 27 und noch längst kein „Auslaufmodell“, das sich mit seinem Stammplatz auf der Reservebank zufrieden gibt. Sollte er bis Saisonende beim BVB nicht mehr Einsatzzeiten bekommen, ist es nachvollziehbar, dass er sich mit Anfragen anderer Vereine beschäftigt (die ganz sicher spätestens im Sommer kommen dürften).

So jubelnd sah man Neven Subotic in dieser Spielzeit bisher selten. Ob sich daran bis Saisonende etwas ändert? (Foto: Twitter)

So jubelnd wie am 9. Mai im Duell gegen Hertha BSC sah man Neven Subotic in dieser Spielzeit selten. Ob sich das bis Saisonende ändert? (Foto: Twitter)

Doch benötigen die Hamburger ihn überhaupt? Mit Routinier Emir Spahic (soll verlängern), Kapitän Johan Djourou und dem Brasilianer Cléber (und Not-Innenverteidiger Gojko Kacar, Vertrag läuft jedoch im Sommer aus) sind sie eigentlich ganz passabel aufgestellt.

Ein Neven Subotic würde hier natürlich die fußballerische Qualität ohne Frage erhöhen. Ein entscheidender Punkt ist jedoch: Können ihn sich die Hamburger überhaupt leisten?

Eigentlich für den HSV nicht bezahlbar

Mit einem Marktwert von elf Millionen Euro ist er zahlentechnisch wertvoller als die aktuelle Hamburger Innenverteidigung zusammen. Weil die Arbeitspapiere von Subotic außerdem offiziell bis Juni 2018 ihre Gültigkeit haben, wäre definitiv eine Ablösesumme fällig. Warum sollten die Borussen ihn für einen „Freundschaftspreis“ abgeben?

Es würde nicht überraschen, wenn eine zweistellige Ablösesumme (in der Nähe des derzeitigen Marktwertes) notwendig wäre, um Subotic aus Dortmund „loszueisen“. Eine Summe, die der HSV derzeit wohl nicht stemmen kann, wenn man die Gesamtschulden des Vereins betrachtet.

Subotic auch für andere Clubs ein Thema

Und wenn Subotic wirklich zum Sommer 2016 seine Segel streicht und Dortmund verlässt, würden sich bestimmt noch weitere Vereine (neben dem HSV) bei ihm melden.

Ich halte es eigentlich für unwahrscheinlich, dass er innerhalb der Bundesliga wechselt. Das heißt nicht, dass Mannschaftem wie Schalke (nach dem Abgang von Joel Matip, wobei man Subotic von einem Wechsel zum Rivalen abraten sollte), Gladbach (als Erbe von Martin Stranzl) o.ä. ihn gebrauchen könnten. Weil er mit 27 wahrscheinlich seinen letzten großen Vertrag unterzeichnen würde, dürfte es ihn (nur so ein Gefühl) eher nach England (oder Spanien?) ziehen. Das wäre eine neue sportliche Herausforderung (neues Umfeld, neue Liga usw.), bei der er mit seinen Englischkenntnissen (Subotic lebte von 1999 bis 2006 sieben Jahre in den USA) punkten könnte.

Kaum vorstellbar, dass der Hamburger Sportverein im Poker um Subotic sportlich und finanziell besser ausgestattete Vereine ausschaltet und das Ja-Wort von Subotic bekommt. Und wenn doch, wäre es eine riesige Überraschung.