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Extremsport satt: European Outdoor Film Tour zeigt die besten Outdoor-Dokus der vergangenen Monate

Ungesichert steile Berghänge beklettern, unerforschte Höhlen unter der Erde erkunden oder an meterhohen öffentlichen Bauten seine Höhenangst wiederentdecken: Allesamt Dinge, die bis jetzt nicht zu meinen Hobbys zählten. Und mangels Bergen, Höhlen und hohen Bauten (nur daran scheitert es) wird das wohl auch vorerst so bleiben. Umso schöner, wenn es einigen Extremsportlern und Abenteurern da etwas anders geht und sie bei ihren Ausflügen kurzerhand eine Filmcrew mit an Bord haben, die das Ganze für die Nachwelt festhält. Und die Zuschauer auf Ausflüge mitnimmt, die einen durch ihre Bildstärke und verschiedenen Hintergrundgeschichten berühren.

Eine Auswahl der besten Outdoor-Dokumentationen bringt die „European Outdoor Film Tour“ seit einigen Jahren (mit der „International Ocean Film Tour“ vergleichbar) zusammen und präsentiert sie Freiluftsportfans aus aller Welt. Und weil auch ich meine Fühler sowieso nach allem ausstrecke, was nur im Entferntesten etwas mit Sport zu tun hat, bin ich vor einigen Wochen (genauer: am 21. Juli) selbstverständlich bei einer Open-Air-Vorstellung der EOFT 2014/2015 im Berliner Volkspark am Friedrichshain gewesen.

Bei hochsommerlichen 23°C, Popcorn und Bier musste auch nach 21 Uhr niemand an diesem Abend bibbern. Dafür umso mehr die Protagonisten in den verschiedenen Kurz- und Langfilmen, die zwei Stunden die Zuschauer beeindruckten. Am besten blieben mir hier „Don’t Look Down“ mit Profi-Roofer James Kingston, „Nobody’s River“ mit den wirklich toughen und liebenswerten Frauen sowie die „Cave Connection“ in Erinnerung, auch wenn ich Letzteren (Termine Termine…) vor Ort nicht bis zum Schluss, sondern zu Hause zu Ende geguckt habe.

Ich bin mir sicher, dass hier jeder bei den acht Beiträgen irgendwie seine ganz eigenen Favoriten hat, die aber alle eins vereint: Dass Menschen Grenzen überschreiten, an ihr Limit und (Stichwort: Extremsport) sich häufig (meist) unbewusst in Lebensgefahr begeben. Und gemeinsam stets das Beste aus der jeweiligen Lage und Situation herausholen, sich niemals unterkriegen lassen. Sie rackern sich an den Hürden der Natur ab, die ein ums andere Mal ihre Muskeln spielen lässt und die Abenteurer stets vor neue Herausforderungen stellt. Welche das im Detail sind, solltet ihr euch selbst anschauen. Es lohnt sich! Gerade wenn man Berghänge, Höhlen und hohe Gebäude nicht vor der Haustür hat. Oder Extremsport lieber anderen überlässt.