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Den hätte doch meine Schwippschwägerin gemacht: Wenn Profis Großchancen großartig versieben

Jeder kennt das, wenn man selbst gegen die Murmel tritt: Manchmal gelingt einem alles, ab und an wenig bis gar nichts. Und manchmal findet man die genau richtige Dosierung von Unvermögen und Unglück, sodass sich theoretisch sichere Tore zu grandios vergebenen Chancen entwickeln.

Ein Glück, dass das nicht nur Laien- und Freizeitfußballern, sondern auch Profikickern so ergeht. Egal ob Leo Messi, Cristiano Ronaldo oder König Ibrahimovic der Erste: Alle haben sie bereits Chancen verbockt, die ihnen möglicherweise nachts in Alpträumen begegnen. Eine Tatsache, die dem Fernschlussblogger gar nicht passieren kann, da er bereits so dermaßen viele Großchancen nicht im Tor untergebracht hat, dass ihn das schon gar nicht weiter überrascht, wenn er freistehend den Ball aus zwei Metern noch aus dem Fußballkäfig befördert.

Grund genug, die löblichsten Fehlschüsse hier einmal aufzuführen, einfach um zu erkennen: Selbst die besten Kicker bleiben vom Pech nicht verschont. Gleichzeitig sollen sie auch ein wenig Balsam für die Seele aller Fehlschussexperten sein, die Woche für Woche die noch so mustergültigsten Zuspiele mit Stil versemmeln.

Der Klassiker: Kuba zeigt Herz für Freiburg:

Als selbsternannter Champions-League-Sieger (ohne eine einzige Einsatzminute) zeigt Marco Arnautovic bei Werder, was er drauf hat:

Miro „Mehr Tore als Gerd Müller im DFB-Trikot“ Klose ist ebenfalls ein Zeitgenosse der Chancenliegenlasserei:

Ok Leo Messi, vierfacher Weltfußballer des Jahres, es ist nur Trinidad & Tobago, aber was war da denn los?

Cristiano Ronaldo hat eine Schwäche für: Models, Autos, Geld, Cristiano Ronaldo, Elfmeter und manchmal auch für Großchancen verwerten

Zlatan der Große zeigt sich barmherzig mit dem maßlos unterlegenen Gegner, Endstand 2:2

Und wer jetzt denkt: Schlimmer geht’s nimmer: Geht durchaus, wenn auch nicht mehr in ganz so hochprofessionellem Umfeld.

Katars Nationalelf übt schon fleißig die hohe Kunst des Fußballspielens, um in sieben Jahren zur WM 2022 ein prächtiges Bild abzugeben:

Letztens an einem Fleckchen in England, wo seit Jahrzehnten der Platz vor dem Anpfiff umgepflügt wird:

Mit diesen Fehlschüssen, die zum Nachmachen einladen (und teilweise gar nicht mal so einfach vom Fuß gehen dürften), entlasse ich euch dann auch mal wieder in den Tag.

Eine Investition in die Zukunft: Borussia Dortmund verpflichtet serbisches Talent Jojic

Viele Namen geistern durch die Gerüchteküche, als Borussia Dortmund bekanntgibt, nach der schweren Verletzung von Kuba auf jeden Fall noch einmal transfertechnisch auf die Jagd zu gehen.
Nicht Lewis Holtby (geht eher zu Fulham), nicht Kevin Volland (kommt vrsl. erst im Sommer): Milos Jojic soll es nun (und ebenso in Zukunft) bei den Schwarz-Gelben im Mittelfeld richten.

Milos wer? Milos Jojic. 21 Jahre jung, serbischer U21-Nationalspieler, kommt vom amtierenden serbischen Meister Partizan Belgrad, bei dem er sich innerhalb kürzester Zeit zur fußballerischen Führungspersönlichkeit aufsteigt.
Die Fans liegen ihm spätestens ab dem Zeitpunkt zu Füßen, als er am 18. Mai 2013 im Stadtderby gegen Roter Stern Belgrad in den allerletzten Minuten einen Freistoß zielsicher verwandelt und seinem Team den 1:0-Sieg beschert.

Auch in der laufenden Spielzeit macht er genau dort weiter, wo er im Mai 2013 aufhört. Mit sechs Torabschlüssen sowie sieben -vorlagen leistet er einen maßgeblichen Beitrag daran, dass Partizan es sich erneut an der Tabellenspitze bequem macht.
Eine Tatsache, die ihm letztlich die Auszeichnung „Spieler des Jahres 2013“ in Serbiens höchster Fußballliga einbringt.

Ob er dem BVB auf Anhieb helfen kann? Zumindest ist der im Mittelfeld flexibel einsetzbare Rechtsfuß in der Champions League spielberechtigt und könnte sich – ähnlich wie Kagawa oder Lewandowski damals – während seiner vier Jahre im BVB-Dress (Vertrag geht bis Sommer 2018) bei positiver Entwicklung zu einer ganz großen Nummer entwickeln.

Natürlich kann genauso das Gegenteil eintreten, wenn er in Dortmund nicht Fuß fasst und nach kurzer Zeit das Weite sucht. Doch wer schon beim serbischen Meister quasi von gestern auf heute zum Superstar aufsteigt, packt das vielleicht auch in einer der derzeit besten Fußballligen der Welt. Man darf also gespannt sein, was Kloppo und Co. mit ihm vorhaben.

Kubas Kreuzband sagt Adé und bringt Dortmund in Schwierigkeiten

Zwischen Freud‘ und Leid liegen manchmal nur wenige Momente. Zu dieser Erkenntnis kommen auch alle Beteiligten von Borussia Dortmund, die am gestrigen Samstagnachmittag das Heimspiel gegen den FC Augsburg bestreiten.
Wenige Minuten nach dem Anpfiff (und vor dem Führungskopfball von Sven Bender) bleibt Dortmunds Mensch gewordener Rennwagen der Marke „Kuba“ mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen, fasst sich ans rechte Knie. Und die erste (und schlimme) Prognose der Ärzte sollte sich am heutigen Sonntag (26. Januar 2014) bestätigen: Blaszczykowskis Kreuzband ist durch.

kuba

Da war es bereits passiert: Kuba lässt sich von den ärztlichen Betreuern abstützen, nachdem er sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht. Foto: © Facebook

Damit ist die Spielzeit 2013/2014 für den Polen beendet, der voraussichtlich ein halbes Jahr ausfällt und seinen Borussen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League nicht mehr helfen kann.

Dabei können die Schwarz-Gelben den gravierenden Ausfall mithilfe von Pierre-Emerick Aubameyang, Jungprofi Jonas Hofmann oder Ur-Dortmunder sowie „Goldener Umberto“-Preisträger Kevin Großkreutz (könnte vorrücken, wenn Lukasz Piszczek die Rechtsverteidigerposition bekleidet) zu kompensieren versuchen.
Nicht ausgeschlossen, dass Shinji Kagawa jetzt noch kurzerhand aus Manchester zurück in den Ruhrpott kommt. Er ist zwar im zentral-offensiven Mittelfeld zu Hause, kann aber (in Notfällen) ebenso auf dem rechten Flügel spielen.

Ganz egal, wer ihn ersetzt: Es wird keine leichte Aufgabe. Denn Kuba gehört seit über zwei Spielzeiten zur unumstrittenen Stammkraft auf der rechten Außenbahn, der mit seinen Toren und Vorlagen maßgeblich an Dortmunds Erfolgen der letzten Jahre beteiligt ist – und nun erst wieder zur neuen Saison angreift.

Der Fernschussblog wünscht ihm gute Besserung.