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Ex-„Angstgegner“ Spanien empfängt die deutsche Nationalmannschaft zum Jahresabschluss in Vigo

4:0, 1:1, 0:2: So lauten die letzten Ergebnisse der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation 2016 gegen Gibraltar, Irland und Polen. Überschaubare Leistungen, die viele Fans unberechtigterweise Sorgen bereiten. Denn jetzt zum Jahresende hin sind die physischen wie psychischen Batterien bei „unseren Weltmeistern“ wie Kroos, Müller und Co. langsam aber sicher aufgebraucht, sodass es normal ist, wenn nicht jedes Mal ein 7:1 wie gegen Brasilien herausspringt.
Viel eher sollte man sich vor Augen führen, welches unglaublich erfolgreiche Jahr die deutsche Nationalelf hinter sich hat. In den insgesamt 17 Begegnungen in 2014 gab es zehn Siege, vier Remis, lediglich zwei Niederlagen (damit die Pessimisten Bescheid wissen: ein 2:4 im Freundschaftsspiel gegen Argentinien und eben die EM-Quali-Niederlage gegen Polen) – und einen (unvergesslichen) Weltmeisterpokal.

Begegnen sich zwei Weltmeister
Zum Jahresabschluss trifft sich am heutigen Dienstagabend (18. November 2014) im spanischen Vigo der amtierende auf den vorherigen Weltmeister aus Spanien. In den letzten Jahren immer eine Begegnung mit allerhöchster fußballerischer Brisanz, bei der sich die Spanier gewissermaßen zum Angstgegner Deutschlands entwickelten, da sie ihnen 2008 im EM-Finale (0:1) und 2010 im WM-Halbfinale (0:1) jeweils sämtliche Titelträume ruinierten.

Doch von „Angstgegner“ spricht im Vorfeld fast niemand. Das liegt einerseits am Freundschaftsspielcharakter und andererseits am Personal, das beide Trainer heute im Balaidos-Stadion zu Vigo ins Rennen schicken. Weil auf deutscher Seite Stammkräfte wie Neuer und Boateng ausfallen, dürfen Roman Weidenfäller und Shkodran Mustafi beginnen – ebenso wie die Youngster Rüdiger (mal wieder als Rechtsverteidiger) und (endlich, wurde ja auch Zeit) Sturmtalent Kevin Volland. Auf der schwarz-rot-goldenen Ersatzbank nimmt heute darüber hinaus zum ersten Mal (auch hier wie bei Volland gilt: endlich) Innenverteidiger Robin Knoche Platz, der sich aktuell mit dem VfL Wolfsburg in fantastischer Form befindet.

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Im heutigen Freundschaftsspiel gegen Spanien dürfen sich Nationalmannschaftsneulinge wie Karim Bellarabi, Kevin Volland, Antonio Rüdiger, Jonas Hector und (zum ersten Mal) Robin Knoche empfehlen. Foto: © Facebook

Und auch Vicente del Bosque gibt (nach dem enttäuschenden Vorrundenaus bei der WM 2014 nachvollziehbar) dem spanischen Fußballnachwuchs eine Chance, sodass noch eher weniger bekannte Kicker wie Stürmer Paco Alcácer, Ignacio Camacho (im defensiven Mittelfeld) oder Keeper (kein Tippfehler, spielt wohl für Iker Casillas) Kiko Casilla auflaufen dürften.

Spanien geht als dezenter Favorit ins Spiel
Aufgrund der vielen Wechsel und den veränderten Startformationen rechne ich mit einer abwechslungsreichen Begegnung, die die Spanier mit 2:1 für sich entscheiden. Ganz allein aus dem Grund, weil spielstarke Offensivspieler wie Isco, Koke und Co. der (neu zusammengewürfelten) deutschen Hintermannschaft große Schwierigkeiten bereiten dürften. Zumal Weltmeister wie Toni Kroos und Thomas Müller sich zuletzt schon gegen Gibraltar über den „Sinn solcher Spielansetzungen“ beklagten und einen erschöpften Eindruck machten, sie in einem Freundschaftsspiel jetzt wohl kaum 110 Prozent ihrer Klasse abrufen.

Wohin mit Podolski?
Oder etwa doch? Heute Abend ab 20:45 Uhr wissen wir mehr. Dennoch würde ich den Deutschen den 11. Sieg im Kalenderjahr 2013 wünschen, am besten durch Tore der Neulinge in der Startformation (Weidenfeller!) oder den zuletzt sportlich unglücklichen Lukas Podolski. Eigentlich ein Wahnsinn: Mit seinen 29 Jahren hat er bereits 121 Länderspiele hinter sich (zum Vergleich: Rekordnationalspieler Loddar M. machte sein 150. Spiel im DFB-Dress mit 39 Jahren). Und doch wirkt es so, als würde der bullige, schussstarke Linksaußen im Verein wie im Nationalteam nicht mehr wirklich gebraucht werden. Warum Joachim Löw ihn nicht beispielsweise mal auf der „Problemposition“ in vorderster Spitze einsetzt, bleibt mir schleierhaft. Das auf dem linken Flügel dribbelstarke wie pfeilschnelle Spieler wie Reus, Draxler, Schürrle (oder möglicherweise sogar schon Karim Bellarabi) ihn verdrängen, ist kein Geheimnis. Aus diesem Grund darf man gespannt sein, in welche Richtung sich Podolskis Fußballerkarriere in den nächsten Jahren entwickelt. Unter normalen Umständen sollte er die noch fehlenden 29 Länderspiele auf jeden Fall bestreiten können, um Herrn Matthäus als Rekordnationalspieler der deutschen Nationalelf abzulösen. Ich würde es ihm als authentische wie sympathische Fußballulknudel definitiv gönnen.

Giorgio Chiellinis „ungewöhnlicher“ Hattrick gegen Aserbaidschan / Deutschland zu Gast in Warschau

Alle Bundesliga-Fans werden es schon mitbekommen haben: Es herrscht mal wieder Länderspielpause. Für die einen ärgerlich, da die höchste deutsche Fußballiga gerade wieder so viel Spaß macht, für die anderen eine gelungene Abwechslung, um mit die besten Kicker verschiedener Länder im direkten Duell zu sehen.

Am gestrigen Abend (10. Oktober 2014) traf Italien Zuhause in Palermo schon einmal auf die von Berti Vogts bereits seit April 2008 trainierten Aserbaidschaner. Eigentlich eine fußballerisch klare Angelegenheit, da Aserbaidschan sich (wahrscheinlich) zusammen mit Malta um die rote Laterne und Italien sich mit Kroatien um den ersten Tabellenplatz balgt. Doch trotzdem die Italiener mit Torwartlegende Buffon, Mittelfelddirigent Andrea „No Pirlo no party“ Pirlo und BVB-Neuzugang Ciro Immobile aufliefen, hielten die blendend verteidigenden Aserbaidschaner lange beachtlich gut dagegen. Dabei konnten sie sich bei einem Mann bedanken, der erst gegen sie (44. Minute, Kopfball), dann für sie (76. Minute, Eigentor) und am Ende noch einmal (82. Minute, Kopfball) gegen sie einnetzte: Innenverteidiger Giorgio Chiellini. Er war der Matchwinner in einer von Italien eher angriffsschwachen Begegnung, die sie durch seinen „Hattrick“ (noch) mit 2:1 gewannen.

Und die Weltmeister aus Deutschland? Die spielen heute in Warschau gegen Polen, die wohl stärksten Konkurrenten um den Gruppensieg in ihrer Gruppe. Nicht unwahrscheinlich, dass Lewandowski, Piszczek und Co. gegen die Deutschen (mindestens) ein Tor gelingt. Denn sollte die deutsche Abwehrformation tatsächlich aus den zuletzt unterdurchschnittlichen Hummels, Durm und Rüdiger (ich würde Rudy als RV beginnen lassen) bestehen, würde es mich doch wundern, wenn das 90 Minuten ohne Querschläger, Ballkerzen oder Notbremsen über die Bühne geht. Wobei Durm und Hummels im Nationaltrikot ja schon ihre Fähigkeiten gezeigt haben und sich mit einer guten Leistung gegen Polen (natürlich ebenso wie Antonio Rüdiger) formtechnisch ein wenig stablisieren könnten, was ihnen nachhaltig genauso auf Vereinsebene helfen dürfte.

Offensiv debütiert bei den Deutschen Karim Bellarabi, der erstmals auf der schwarz-rot-goldenen Ersatzbank Platz nimmt. Eine vertretbare Nominierung, die allerdings André Hahn, Lars Bender, Gonzalo Castro (warum er nach wie vor nie nominiert wird, bleibt ein Rätsel) oder Niklas Süle verdient gehabt hätten.
Ein Glück: Max Kruse ist wieder mit an Bord. Worauf Jogi Löw mit der Beförderung von Kevin Volland wartet, bleibt mir ebenso unklar. Früher oder später wird er an ihm und seinen Angriffsqualitäten nicht vorbeikommen. Vielleicht hat er sich diesen Schritt aktuell noch erspart, da Mario Götze derzeit ganz gut trifft und gegen Polen wahrscheinlich in vorderster Spitze beginnt. Ob sich das als sinnvoll erweist, muss man dann sehen. Tendenziell kann das aber nicht die Lösung der Sturmprobleme darstellen, denn Götze gehört ins Mittelfeld und bewirkt dort wesentlich mehr als auf der Stürmerposition.

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Deutschlands Offensivhoffnungen für das EM-Qualifikationsspiel in Warschau. Wer wird ihnen gerecht werden? Wirbelwind André Schürrle? WM-Final-Held Mario Götze? Real Madrids neuer Star Toni Kroos? Debütant Karim Bellarabi? Auch „Edelreservist“ und aktuell erfahrenster DFB-Profi Lukas Podolski scheint für das Duell gegen sein Geburtsland bestens motiviert. Foto: © Facebook

Heute ab 20:45 Uhr wissen wir dann mehr. Ich bin gespannt, mit wie viel direkter/indirekter Werbung „RTL“ seine Zuschauer zuballert und wie sich die deutsche Mannschaft in Warschau präsentiert. Ich rechne mit einer umkämpften Begegnung, die am Ende in einem 2:2-Unentschieden endet. Nicht, weil ich aus deutscher Sicht Ultrapessimist bin, sondern weil ich glaube, dass die Startformation vom heutigen Abend sich noch finden/einspielen muss und zwangsläufig noch Fehler gegen fußballerisch gut aufgestellte Polen machen wird. Gerne lasse ich mich (wie immer) eines Besseren belehren und hoffe auf ein abwechslungsreiches wie spannendes Spiel (gerne auch von aufstrebenden DFB-Profis wie Kruse, Durm und Co.).

There’s something in the air, woah!

Es war wahrlich mal wieder ein Bundesliga-Wochenende der Traumtore. Julian Schusters Distanzgeschoss vom Freitag gegen Bremen, Robert Lewandowskis Sololauf gegen Hannover, Juan Arangos linker Hammer gegen die Hertha, Jo‘ Drmics Knaller gegen Frankfurt oder Kevin Vollands Zaubereinlage gegen Leverkusen: Unter den insgesamt 31 Toren des 26. Spieltags der Bundesliga-Saison 2013/2014 waren wirklich jede Menge phänomenaler Torabschlüsse dabei.

„Etwas“ weiter nord-westlich von Deutschland im Osten Londons sorgte am Samstagabend (22. März 2014) ebenfalls ein Tor der Extraklasse von Wayne Rooney für einen Aufschrei, der wohl ohne Weiteres sämtliche Nachrichtensendungen auf der Insel zu einer „Breaking News“ verleitete. Was war geschehen?

Die letzten Fans hatten wahrscheinlich noch nicht einmal ihren Sitzplatz im Boleyn Ground gefunden, als „The Roo“ kurz nach der Mittellinie einfach mal abzieht und West Hams Keeper Adrián mit einem Fernschuss überrumpelt. Nach dreisekündiger Flugphase landet das Spielgerät dann sicher und unbeschadet im Tor, bringt die „Red Devils“ in der 8. Spielminute mit 1:0 in Führung.

25 Minuten später erhöht Rooney höchstpersönlich sogar zum 2:0 per Linksschuss. Ein Zwischenstand, an dem sich bis zum Abpfiff nichts ändert und verdeutlicht, dass der FC Bayern im Champions-League-Viertelfinale zwar nicht auf den verletzten Robin van Persie, dafür allerdings umso mehr auf Wayne Rooney aufpassen muss, wenn er ihm keine Bude/n einschenken soll.

Stichwort „There’s something in the air„: Sky-Fußballreporterin Jessica Kastrop erwischte es gestern (23. März) erneut.
Während sie in unmittelbarer Spielfeldnähe die Vorberichterstattung zu Bayer Leverkusen gegen die TSG Hoffenheim übernahm, visierte sie „aus Versehen“ Leverkusens Philipp Wollscheid an und landete einen Streifschuss.

Wohl ebenso ein Grund dafür, warum ihn „Werkself“-Coach Sami Hyypiä kurzerhand auf die Reserverbank verbannte und lieber das Innenverteidigergespann Spahic-Toprak in die Begegnung schickte (die die Leverkusener mit 2:3 verloren).

Keinesfalls das erste Mal, dass sich Kastrop unfreiwilligen Ballkontakten bei der Arbeit aussetzen muss.
Schon Ex-Stuttgarter Khalid Boulahrouz schlenzte im August 2010 beim Warmup einen Flankenversuch statt zum Mannschaftskollegen direkt gegen den Hinterkopf der Moderatorin, die damals gerade im Gespräch mit Fredi Bobic war.

Purer Zufall oder abgekatertes Spiel? Liegt hier eine direkte Proportionalität vor, so können alle schadenfrohen Menschen in etwa drei Jahren und sieben Monaten mit der nächsten derartigen Aktion rechnen.
Oder schon morgen Abend, wenn zur englischen Woche der 27. Spieltag Frau Kastrop wieder in das ein oder andere Fußballstadion führt.

Darf ich vorstellen: Lasogga, Ginter, Hahn… und Mustafi.

Am kommenden Mittwoch (5. März 2014) empfängt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Mercedes-Benz-Arena zu Stuttgart die südamerikanischen WM-Teilnehmer aus Chile. Ein überaus ernst zu nehmender Gegner, der immerhin über europäische Topstars wie den Ex-Leverkusener Arturo Vidal und Barcas Flügelflitzer Alexis Sánchez verfügen, die sich in bestechender Form befinden und definitiv Spiele entscheiden können.
Auf deutscher Seite nominierte Bundestrainer Joachim Löw vier neue Gesichter in die A-Mannschaft, mit denen man so teilweise nicht rechnete. So ist Sturmtank Pierre-Michel Lasogga ebenfalls dabei wie Freiburgs Defensivtalent Matthias Ginter, Augsburgs Erfolgsgarant André Hahn und… Shkodran Mustafi. Skhodran… Wer? Der 21-jährige Mustafi verdient aktuell in Italien bei Sampdoria Genua seine Brötchen (Ex-HSV Jugend) und erarbeitete sich dort einen Stammplatz in der Innenverteidigung.

Ein Grund, warum Augsburg in der Bundesliga gerade auf der Erfolgswelle schwimmt und nun auch für Deutschland auflaufen darf: André Hahn. Foto: © Facebook

Ein Grund, warum Augsburg in der Bundesliga gerade auf der Erfolgswelle schwimmt. Nun darf André Hahn am Mittwoch möglicherweise zum ersten Mal für sein Heimatland auflaufen. Foto: © Facebook

Vier Personalien, für die man den Teamchef loben kann und den so schon fußballerisch hochwertig bestückten Kader in der Breite weiter aufwerten. In den kommenden Länderspielen (13. Mai gegen Polen, 1. Juni gegen Kamerun, 6. Juni gegen Armenien) sollten und könnten allerdings auch meiner Meinung nach Spieler wie Max Meyer, Serge Gnabry oder Kevin Volland ohne Weiteres eine Nominierung erhalten, selbst wenn die Offensivpositionen (wie so oft zuletzt) teilweise schon (Luxusproblem!) drei- und vierfach besetzt sind.

Leistungsträger bei Hoffenheim und eines der aktuell größten Offensivjuwele Deutschlands: Kevin Volland. Ob er am 13. Mai zum Testspiel gegen Polen einen Anruf vom Bundestrainer erhält? Foto: © Facebook.

Leistungsträger bei Hoffenheim und eines der aktuell größten Offensivjuwele Deutschlands: Kevin Volland. Ob er am 13. Mai zum Testspiel gegen Polen einen Anruf vom Bundestrainer erhält? Foto: © Facebook.

Sollte Philipp Lahm im DFB-Dress ebenfalls in das zentrale Mittelfeld rücken und die Rechtsverteidigerposition „abgeben“, erscheinen Aushilfsrechtsverteidiger Kevin Großkreutz oder Frankfurts Sebastian Jung für mich die naheliegendsten Optionen, um diese Position halbwegs adäquat zu besetzen. Im Fall aller Fälle könnte mit Sicherheit ein Anruf bei Sascha Riether das Problem aus der Welt schaffen, der seit Sommer 2012 beim FC Fulham Stammrechtsverteidiger und auch unter Quälix Magath gesetzt ist.

Weitere Kandidaten, die ich mir in naher/ferne Zukunft im deutschen Trikot vorstellen kann: Emre Can, Robin Knoche, Jonathan Tah, Christoph Kramer, Timo Werner, Johannes Geis, Erik Durm.
Allesamt deuten an, dass in Deutschland die Fußballjugendarbeit phänomenal läuft und eine Vielzahl hochveranlagter Spieler hervorbringt, die uns zumindest in den nächsten zehn Jahren auf dem Rasen begeistern können.

Ob (eigentlich eingestandene) Profis wie Kevin Kuranyi, Robert Huth, Gonzalo Castro oder Kefan Stießling (mit den Namen mogelt er sich vielleicht in den Kader) jemals nochmal eine Nominierung erhalten?
Zumindest einen erfahrenen wie flexibel einsetzbaren Spieler wie Castro sollte Joachim Löw – wenn nötig – ebenso eine Chance, wenn selbst ein Heiko Westermann ab und an dabei sein darf, der sich in den letzten Jahren sportlich alles andere als mit Ru(h)m bekleckert.

In diesem Sinne darf man gespannt sein, wer von den Debütanten am Mittwoch gegen Chile aufläuft – und sich möglicherweise für weitere Einsätze empfiehlt. Eine eventuell einmalige Gelegenheit, die Lasogga, Ginter, Hahn sowie Mustafi unbedingt nutzen sollten, da der Konkurrenzkampf im Nationalteam größer nicht sein könnte – und etliche weitere ambitionierte Fußballer ihnen im Nacken sitzen, quasi nur auf ihre Nominierung warten.

Eine Investition in die Zukunft: Borussia Dortmund verpflichtet serbisches Talent Jojic

Viele Namen geistern durch die Gerüchteküche, als Borussia Dortmund bekanntgibt, nach der schweren Verletzung von Kuba auf jeden Fall noch einmal transfertechnisch auf die Jagd zu gehen.
Nicht Lewis Holtby (geht eher zu Fulham), nicht Kevin Volland (kommt vrsl. erst im Sommer): Milos Jojic soll es nun (und ebenso in Zukunft) bei den Schwarz-Gelben im Mittelfeld richten.

Milos wer? Milos Jojic. 21 Jahre jung, serbischer U21-Nationalspieler, kommt vom amtierenden serbischen Meister Partizan Belgrad, bei dem er sich innerhalb kürzester Zeit zur fußballerischen Führungspersönlichkeit aufsteigt.
Die Fans liegen ihm spätestens ab dem Zeitpunkt zu Füßen, als er am 18. Mai 2013 im Stadtderby gegen Roter Stern Belgrad in den allerletzten Minuten einen Freistoß zielsicher verwandelt und seinem Team den 1:0-Sieg beschert.

Auch in der laufenden Spielzeit macht er genau dort weiter, wo er im Mai 2013 aufhört. Mit sechs Torabschlüssen sowie sieben -vorlagen leistet er einen maßgeblichen Beitrag daran, dass Partizan es sich erneut an der Tabellenspitze bequem macht.
Eine Tatsache, die ihm letztlich die Auszeichnung „Spieler des Jahres 2013“ in Serbiens höchster Fußballliga einbringt.

Ob er dem BVB auf Anhieb helfen kann? Zumindest ist der im Mittelfeld flexibel einsetzbare Rechtsfuß in der Champions League spielberechtigt und könnte sich – ähnlich wie Kagawa oder Lewandowski damals – während seiner vier Jahre im BVB-Dress (Vertrag geht bis Sommer 2018) bei positiver Entwicklung zu einer ganz großen Nummer entwickeln.

Natürlich kann genauso das Gegenteil eintreten, wenn er in Dortmund nicht Fuß fasst und nach kurzer Zeit das Weite sucht. Doch wer schon beim serbischen Meister quasi von gestern auf heute zum Superstar aufsteigt, packt das vielleicht auch in einer der derzeit besten Fußballligen der Welt. Man darf also gespannt sein, was Kloppo und Co. mit ihm vorhaben.