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Die Kurzfilme „Chasing Light“ und „Arcade Run“ als ideale Vertreter und Inspirationsquellen für den Freerunning-Sport

Das sogenannte „Freerunning“ entwickelt sich immer mehr zur neuen Trendsportart. Dafür sorgen nicht nur die überschaubaren Voraussetzungen (Bewegungsdrang, am besten auch Sportsachen), sondern auch die Tatsache, dass professionelle Freerunner eindrucksvoll beweisen, welche artistischen Kunststücke sich hier durchführen lassen.
Über Treppen springen, Abhänge überwinden oder Häuserwände hochklettern: Beim Freerunning kann man sich sicher sein, dass alle Muskelpartien beansprucht (aber Vorsicht: bei Selbstüberschätzung oder Übermotivation ebenso einfach verletzt) werden. Das ähnelt den in Frankreich bekannten wie beliebten Parkour-Sport und greift einige Elemente von ihm auf. Im Gegensatz zum Parkour sind Freerunner allerdings frei von jedem Zeitdruck, denn hier steht die schnellstmögliche Hindernisbewältigung nicht im Zentrum, sondern der Spaß an der Sache.

Die Sportart wurde mir durch zwei (wie ich finde) hervorragende YouTube-Clips wieder ins Gedächtnis gerufen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Beim ersten Video handelt es sich um den Kurzfilm „Chasing Light“, in dem Filmersteller Claudiu Voicu ein Team aus hochtalentierten Freerunnern bei einem (ganz bestimmt) alltäglichen Freerunning-Ausflug in London begleitet. Das Resultat macht in Sachen Bildsprache, Sounduntermalung, Schnitt etc. auf mich einen fantastischen Eindruck und Lust darauf, es selbst einmal mit Freerunning zu versuchen.

Obwohl es im zweiten Clip „Arcade Run“ ohne Zweifel ebenfalls um Freerunning geht, bemerkt man ab der ersten Sekunde, dass es einen „etwas“ anderen inhaltlichen Ansatz verfolgt. Als Hommage an 8-Bit-Videospiele ist hier das Film-Setting ein horizontal ablaufender Hindernislauf, in der sich (gefühlt) reale und virtuelle Welten vereinen. Unterlegt mit klassischen Videospiel-Sounds zeigt Profi-Freerunner Jason Paul kletternd, springend und rollend, was er drauf hat. Gleiches gilt für die Filmcrew, die diese 200-sekündige Videosequenz auf die Beine gestellt hat. Und das mit viel Liebe zum Detail und ohne Scheu vor (zu) hohen Produktionskosten, wie das (überraschende) Ende des Clips beweist.

Fazit: Heute zum Sonntag noch nichts vor? Dann raus in Freie und bewegen! Und wenn ihr es euch zutraut, ruhig auch mal ein wenig in Sachen Freerunning (am besten mit Freunden) experimentieren. Schließlich kann man nur herausfinden, ob es etwas für einen ist, wenn man es probiert hat. In diesem Sinne: Viel Spaß!

Nadal? Wer ist eigentlich Rafael Nadal? Überraschungssieg von Nick Kyrgios bei Wimbledon 2014

Das so manche im Voraus „glasklare“ Begegnung nicht so endet, wie man es erwartet, weiß man nicht erst seit den Vorrundenpartien von Costa Rica bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.
Ähnliches ereignet sich beim Tennis im Achtelfinale der Wimbledon Championships 2014 in London, als der 19-jährige Australier Nick Kyrgios den Weltranglistenersten Rafael Nadal aus dem Wettbewerb spielt. Und das nicht irgendwie, wie dieser Clip beweist, der durchs Netz geistert.

Kann man so machen. Definitiv eine fantastische Leistung von Kyrgios, auch wenn er eine Runde später im Viertelfinale gegen den Kanadier Milos Raonic unterliegt. Trotzdem dürfte er mit seinem Auftritt mehr als zufrieden sein – und auch bei folgenden Turnieren für sehenswerte Lobs und Drop Shots sorgen.

Chance zur vorzeitigen Schwalbe des Jahres verpasst: Perus Hansell Riojas bleibt nach Papierflugzeugattacke standhaft

Beim Freundschaftsspiel zwischen England und Peru kommt es am vergangenen Freitag (30. Mai 2014) zu einem skurrilen Zwischenfall der besonderen Art.
Im mit über 87.000 Zuschauern ausverkauften Wembley-Stadion zu London entschließen sich einige Fans dazu, vom oberen Rang Papierflugzeuge Richtung Spielfeld zu werfen. Einfach um zu schauen, wie weit sie das Glück (oder hier: der Wind) treibt.

Als die Zuschauer merken, dass ein Flieger direkt Kurs aufs Spielfeld nimmt, kennt die Freude darüber keine Grenzen. Und tatsächlich: Ein Papierflieger trifft direkt ins Schwarze. Doch statt aufgrund des Schrecks direkt in Ohnmacht zu fallen, bleibt der Getroffene (Rechtsverteidiger Hansell Riojas) standhaft und kann ohne Weiteres das Spiel fortsetzen.

Ohne positive Konsequenzen für das Team aus Peru. England gewinnt nach Toren von Sturridge, Cahill und Jagielka mit 3:0 und befindet sich elf Tage vor der Eröffnung der Fußball-WM 2014 in annehmbarer Form.
Laut englischen Medien befindet sich der Papierflugzeug-Werfer nach wie vor auf freiem Fuß und kann jederzeit erneut zuschlagen. Wann, wo und in welchem Ausmaß, ist zur Stunde unklar.

Ein Tor, das alles veränderte. Oder: Wie sich Bobby Zamora bei den Queens Park Rangers einen Eintrag in den Vereinsannalen sichert.

Man kennt das von jedem x-beliebigen Bolzplatzduell. Es gibt Tore, die sind so unwichtig, dass man danach nicht einmal mehr jubelt. Nicht aus Respekt vor dem Gegner, sondern einfach, weil es irgendwann keinen Unterschied ausmacht, ob man 10:1 oder 20:1 in Führung liegt.
Doch in engeren, umkämpften Begegnungen, in denen man das Spielfeld rauf und runter ackert, als würden die Scouts von Ajax Amsterdam nebenan auf der Bank sitzen. Auch die gibt es (zum Glück) zu genüge. Und ein Tor in letzter Minute, egal ob mit Kopf, Fuß oder Wadenrückseite, kann in solchen Begegnungen schon für eine kurzweilige Euphorie sorgen, die einem mit einen Lächeln vom Platz schickt. Warum auch nicht? Hat man doch in Momenten wie diesen seine ganz eigene, kleine Meisterschaft gemeinsam mit seinem Team gewonnen. Jeder, der so etwas schon einmal beim Fußball oder einer anderen Sportart erlebte, weiß, wovon ich spreche.

Und wenn nicht, schaut man sich einfach einmal eine Aufnahme vom Wochenende (24. Mai 2014) an. Austragungsort: Wembley. Augenzeugen: 87.348 vor Ort. Sportlicher Rahmen: Playoff-Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Premier League. Kontrahenten: Derby County und die Queens Park Rangers.

90 Minuten, viel Kampf und eine rote Karte von Gary O’Neil (der QPR) später fällt die Entscheidung. Dieses eine Tor, das alles bis dahin gewesene null und nichtig macht, in den Hintergrund rücken lässt. Geschossen durch Bobby Zamora (Ex-Fulham), der einen Angriff mit links vollendet, der aus Sicht von Derby County so hätte niemals entstehen dürfen.

Sei es drum: den Londonern war es egal. Das Stadion bebte. Alles aufgrund eines Tores, das Zamora für Momente zu einem ganz besonderen Fußballer werden lässt. Für QPR in positiver Hinsicht mit einem gesicherten Eintrag in der Vereinshistorie. Und bei Derby County werden wohl einige den 24. Mai bis auf Weiteres aus ihrem Kalender gestrichen haben.

There’s something in the air, woah!

Es war wahrlich mal wieder ein Bundesliga-Wochenende der Traumtore. Julian Schusters Distanzgeschoss vom Freitag gegen Bremen, Robert Lewandowskis Sololauf gegen Hannover, Juan Arangos linker Hammer gegen die Hertha, Jo‘ Drmics Knaller gegen Frankfurt oder Kevin Vollands Zaubereinlage gegen Leverkusen: Unter den insgesamt 31 Toren des 26. Spieltags der Bundesliga-Saison 2013/2014 waren wirklich jede Menge phänomenaler Torabschlüsse dabei.

„Etwas“ weiter nord-westlich von Deutschland im Osten Londons sorgte am Samstagabend (22. März 2014) ebenfalls ein Tor der Extraklasse von Wayne Rooney für einen Aufschrei, der wohl ohne Weiteres sämtliche Nachrichtensendungen auf der Insel zu einer „Breaking News“ verleitete. Was war geschehen?

Die letzten Fans hatten wahrscheinlich noch nicht einmal ihren Sitzplatz im Boleyn Ground gefunden, als „The Roo“ kurz nach der Mittellinie einfach mal abzieht und West Hams Keeper Adrián mit einem Fernschuss überrumpelt. Nach dreisekündiger Flugphase landet das Spielgerät dann sicher und unbeschadet im Tor, bringt die „Red Devils“ in der 8. Spielminute mit 1:0 in Führung.

25 Minuten später erhöht Rooney höchstpersönlich sogar zum 2:0 per Linksschuss. Ein Zwischenstand, an dem sich bis zum Abpfiff nichts ändert und verdeutlicht, dass der FC Bayern im Champions-League-Viertelfinale zwar nicht auf den verletzten Robin van Persie, dafür allerdings umso mehr auf Wayne Rooney aufpassen muss, wenn er ihm keine Bude/n einschenken soll.

Stichwort „There’s something in the air„: Sky-Fußballreporterin Jessica Kastrop erwischte es gestern (23. März) erneut.
Während sie in unmittelbarer Spielfeldnähe die Vorberichterstattung zu Bayer Leverkusen gegen die TSG Hoffenheim übernahm, visierte sie „aus Versehen“ Leverkusens Philipp Wollscheid an und landete einen Streifschuss.

Wohl ebenso ein Grund dafür, warum ihn „Werkself“-Coach Sami Hyypiä kurzerhand auf die Reserverbank verbannte und lieber das Innenverteidigergespann Spahic-Toprak in die Begegnung schickte (die die Leverkusener mit 2:3 verloren).

Keinesfalls das erste Mal, dass sich Kastrop unfreiwilligen Ballkontakten bei der Arbeit aussetzen muss.
Schon Ex-Stuttgarter Khalid Boulahrouz schlenzte im August 2010 beim Warmup einen Flankenversuch statt zum Mannschaftskollegen direkt gegen den Hinterkopf der Moderatorin, die damals gerade im Gespräch mit Fredi Bobic war.

Purer Zufall oder abgekatertes Spiel? Liegt hier eine direkte Proportionalität vor, so können alle schadenfrohen Menschen in etwa drei Jahren und sieben Monaten mit der nächsten derartigen Aktion rechnen.
Oder schon morgen Abend, wenn zur englischen Woche der 27. Spieltag Frau Kastrop wieder in das ein oder andere Fußballstadion führt.