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Back in Babelsberg: Der Fernschussblog mal wieder zu Gast beim Regionalliga-Nordost-Duell zwischen Babelsberg 03 und Union Berlin II

So schnell, wie die Länderspielpause vor rund zwei Woche da war, so schnell hat sie sich auch (zum Glück) wieder verflüchtigt. Und während sich nun wohl mindestens die halbe Welt (und sowieso ganz Deutschland) unberechtigterweise fragt, wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aus der „handfesten Krise“ kommt, habe ich durch etwas Glück eine Freikarte für das inoffizielle Spitzenspiel am 10. Spieltag der Regionalliga-Nordost geschenkt bekommen.
Gewissermaßen ein Déjà-vu, da mich bei meinem zweiten Besuch im Karl-Liebknecht-Stadion zu Babelsberg dieselbe Partie erwartete wie beim ersten Mal am 21. März 2014: Das Nachbarschafts-Derby zwischen Babelsberg 03 und der zweiten Mannschaft von Union Berlin. Trotz des Lokführerstreiks erreichte ich pünktlich gegen 13:15 Uhr das Stadion und machte mich auf den Weg zu meinem Block, in dem ich eine durchaus unterhaltsame Partie begleiten durfte.

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Willkommen zurück: Eine Viertelstunde vor dem Anstoß intensivierte sich das Gedränge an den Eingängen des „Karlis“. Kein Grund für den Fernschussblogger, um nicht noch einige spontane Schnappschüsse zu wagen.

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An diesem spätsommerlich warmen (16°C, mäßiger Wind) Nachmittag sollte für etwas mehr als 90 Minuten der Block N mein temporäres Zuhause sein. Eine spannende Sache, da ich so das Spiel im Vergleich zu meinem ersten Besuch im Stadion aus nahezu entgegengesetzter Perspektive (letztes Mal: Presseblock, gelb markiert) verfolgen konnte.

So so. Here we are: Block N, dessen Pflastersteine sich mit einigen Herbstblättern geschmückt haben.

So so. Here we are: Block N, dessen Pflastersteine sich dezent mit einigen Herbstblättern geschmückt hatten.

Der beste Job der Welt? Während in den modernsten Fußballtempeln Europas multimediale XXL-Leinwände die Zuschauer in Sachen Spielstände auf dem Laufenden halten, vertraut man in Babelsberg noch auf eine "manuelle" Spielstandanzeige.

Der beste Job der Welt? Während in den modernsten Fußballarenen Europas multimediale Leinwände im Wert von mehreren Millionen Euro die Zuschauer in Sachen Spielstände auf dem Laufenden halten, vertraut man in Babelsberg noch auf eine „manuelle“ Spielstandanzeige.

Vor dem Anpfiff bleibt noch ein wenig Zeit, um das Stadiongelände ein wenig näher zu betrachten. Dieser "Slogan" ziert die Treppenwand zwischen Block N und M und beweist: die Babelsberger sparen an vielen Stellen, auf keinen Fall aber an einprägsamen Paarreimen.

Vor dem Anpfiff bleibt noch ein Zeit, um das Stadiongelände ein wenig zu betrachten. Dieser „Slogan“ ziert die Treppenwand zwischen Block N und M und beweist: Die Babelsberger müssen teilweise zwar an vielen Stellen sparen, auf keinen Fall aber an einprägsamen Paarreimen.

Zurück aufs Feld: Wenige Minuten später standen dann die 25 Akteure auf dem Feld, für die an diesem Tag 2.342 Zuschauer ins Stadion kamen.

Zurück aufs Spielfeld: Wenige Minuten später standen dann die 25 Akteure auf dem Feld, für die an diesem Tag 2.342 Zuschauer ins Stadion kamen.

Frühe Führung: Mehrere Unkonzentriertheiten bei den Köpenikern verwerteten die 03er in der 14. Spielminute zum 1:0-Führungstreffer durch Mittelfeldspieler Julian Prochnow.

Frühe Führung: Mehrere Unkonzentriertheiten bei den Köpenikern verwerteten die 03er in der 14. Spielminute zum 1:0-Führungstreffer durch Mittelfeldspieler Julian Prochnow.

In der 30. Spielminute erhöhte Außenverteidiger Severin Mihm sogar auf 2:0. Anschließend hatten die Unioner zwei Mal Pech im Abschluss (Lattenkracher und Torwartpatzer nicht genutzt), gingen so mit einem 2:0-Rückstand in die Halbzeitpause.

In der 30. Spielminute erhöhte Außenverteidiger Severin Mihm sogar auf 2:0. Anschließend hatten die Unioner zwei Mal Pech im Abschluss (Lattenkracher und Torwartpatzer nicht genutzt), gingen so mit einem 2:0-Rückstand in die Halbzeitpause.

Während sich die Zuschauer für hauseigene Lauchcremesuppe, Stadionwurst und Halbzeitbier in Bewegung setzten, beobachtete der Fernschussblogger das fußballerische Treiben der Potsdamer Jugend auf dem direkt neben dem Stadion angelegten Kunstrasenplatz. Fazit: Manche Spielzüge konnten es hier durchaus mit den Aktionen der Viertliga-Profis aufnehmen.

Während sich die Zuschauer für hauseigene Lauchcremesuppe, Stadionwurst und Halbzeitbier in Bewegung setzten, beobachtete der Fernschussblogger das fußballerische Treiben der Potsdamer Jugend auf dem direkt neben dem Stadion angelegten Kunstrasenplatz. Kurzfazit: Manche Spielzüge konnten es hier durchaus mit den Aktionen der Viertliga-Profis aufnehmen.

Zur zweiten Halbzeit lockerte die Wolkendecke spürbar auf, sodass die Sonnenstrahlen den Serotoninhaushalt der Zuschauer in den Blöcken N und M ankurbelte. Und trotzdem die Babelsberger in der 63. Minute nach einem Patzer vom Union-Keeper Patzler ihre Führung durch Tobias Grundler auf 3:0 ausbauten, sollte es der Schlussviertelstunde noch einmal richtig spannend werden.

Zur zweiten Halbzeit lockerte die Wolkendecke spürbar auf, sodass die Sonnenstrahlen den Serotoninhaushalt der Zuschauer in den Blöcken N und M ankurbelte. Und trotzdem die Babelsberger in der 63. Minute nach einem Patzer vom Union-Keeper Patzler ihre Führung durch Tobias Grundler auf 3:0 ausbauten, sollte es in der Schlussviertelstunde noch einmal spannend werden.

Was ist denn hier los? Nach einer Kurzpass-Stafette netzt Unions Tino Istvanic (75.) zum 1:3 ein, bevor es drei Minuten später einen Elfmeter für die Köpeniker gibt. Unions Linksverteidiger (und Ex-Babelsberger) David Hollwitz beweist Nervenstärke und verwandelt in der 78. Spielminute sicher zum 2:3. Sollten die Babelsberger ihre 3:0-Führung tatsächlich noch aus der Hand geben?

Was ist denn hier los? Nach einer Kurzpass-Stafette netzt Unions Tino Istvanic (75.) zum 1:3 ein, bevor es drei Minuten später gleich noch einen Elfmeter für die Köpeniker gibt. Unions Linksverteidiger (und Ex-Babelsberger) David Hollwitz beweist Nervenstärke und verwandelt in der 78. Spielminute sicher zum 2:3. Sollten die Babelsberger ihre 3:0-Führung tatsächlich noch aus der Hand geben?

Nö, sollten sie nicht. Trotz der Angriffsoffensive und dank mehrerer knapper Torverfehlungen von Union Berlin II fuhr Babelsberg 03 den vierten Heimsieg in der fünften Begegnung ein, bleibt vor heimischer Kulisse weiterhin ungeschlagen. Union II kassiert die zweite Pleite in Serie und verliert die Spitzenposition der Tabelle aus dem Auge. Babelsberg macht es sich (Stand: 19.10.2014, 10 Uhr) im Tabellenmittelfeld auf dem achten Tabellenplatz bequem.

Nö, sollten sie nicht. Dank mehrerer knapper Torverfehlungen von Union Berlin II fuhr Babelsberg 03 den vierten Heimsieg im fünften Ligaspiel ein, bleibt vor heimischer Kulisse weiterhin ungeschlagen. Union II kassiert die zweite Pleite in Serie und verliert die Spitzenposition der Tabelle immer mehr aus den Augen. Babelsberg macht es sich (Stand: 19.10.2014, 10 Uhr) hingegen im Tabellenmittelfeld auf dem achten Tabellenplatz bequem. Beachtliche Randnotiz: Nach insgesamt drei „Glückspilsen“ und zwei „Trauermollen“ innerhalb von 90 Minuten hat sich die „manuelle Stadionanzeige“ beachtlich auf den Beinen gehalten. Ob der Kollege seinen Arbeitsplatz allerdings unbeschadet verlassen konnte, ist nicht bekannt.

Dritte und vierte Halbzeit nach dem Abpfiff: Nur ein paar hundert Meter vom Stadion entfernt genießt der Fernschussblogger bei einem kühlen Blonden in geselliger Runde anschließend noch den Bundesliga-Nachmittag, bevor es bei einem prächtig pinken Sonnenuntergang zurück Richtung Heimat ging.

Dritte und vierte Halbzeit nach dem Abpfiff: Nur ein paar hundert Meter südlich vom Stadion entfernt genießt der Fernschussblogger bei einem kühlen Blonden in geselliger Runde noch den Bundesliga-Nachmittag, bevor es bei einem prächtig pinken Sonnenuntergang zurück Richtung Heimat geht.