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Madrid war gestern: Cristiano Ronaldo zieht es nach Liberty City

Unfassbare 272 Beiträge habe ich hier gewartet und jetzt (endlich) ist es mir möglich, meine Lieblings-Videospielreihe sinnvoll in einen Beitrag einzupflegen: Grand Theft Auto. Egal ob GTA 3, Vice City, San Andreas, GTA 4 (+Addon): Ich hatte sie (fast) alle. Und ich würde es wieder tun. Allerdings (irgendwie paradox, aber wahr) bin ich noch nicht in den Genuss von GTA 5 gekommen, was ich eigentlich schleunigst ändern sollte.
Immerhin hat jetzt auch Cristiano Ronaldo die virtuelle Welt von Liberty City für sich entdeckt (wenn auch nur als animierte Spielfigur). Hier genießt er Sonnenaufgänge aus luftiger Höhe, verjagt mit seiner Standard-Pose die Menschen am Strand oder schießt Motorradfahrer per Volley von ihrem Gefährt.

Am besten gefällt mir (neben dem einmalig lustigen CR7-Laufstil) die Szene, als er auf den zwei Lkws steht. Das erinnerte mich sehr an einen Werbeclip mit Jean-Claude Van Damme, auch wenn Cristiano leider keinen Spagat hinlegt.

Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, dass sämtliche Bewegungen von ihm in Cinema 4D (und nicht etwa nur „mal eben“ per GTA-Mod) erstellt wurden. Immerhin: Es scheint so, als habe sich der Zeitaufwand gelohnt. Seit 9. August ist der Clip auf YouTube online und verbucht schon mehr als 155.000 Klicks. So langsam wird das Netz auf ihn aufmerkam. Man braucht kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass das Video ganz bald die Millionenmarke knackt. Bis dahin habe ich hoffentlich auch GTA 5 endlich mal getestet. Schließlich ist es doch möglicherweise eines der besten Videospiele des Planeten.

16-jähriger Martin Ödegaard wechselt zu Real Madrid: Kann ein Fußballer eigentlich zu jung für den Profisport sein?

Am Donnerstagmorgen (22. Januar 2015) war ich gerade entspannt am Frühstücken, als die Meldung „Ödegaard wechselt wechselt zu Real Madrid“ meine Aufmerksamkeit erregte. Ödegaard… wer? Martin Ödegaard, das norwegische Jahrhunderttalent, das in wenigen Jahren die derzeitigen Weltfußballer (Leo Messi, Cristiano Ronaldo, Sandro Wagner) beerben soll und bei halb Europa zum Probetraining vorstellig wurde.

Es ist an und für sich aus sportlichen Gesichtspunkten ein nachvollziehbarer Wechsel. Die norwegische „Tippeligaen“ hat höchstens Zweitliganiveau. Doch warum es ihn gleich zu Real Madrid zieht, kann hinterfragt werden. Scheint es doch äußerst unwahrscheinlich, dass er hier mal eben in der ersten Mannschaft Spielern wie Khedira, Isco, Rodriguez oder Modric den Stammplatz streitig machen kann.

Ein behutsamer Aufbau dürfte in Real Madrids zweiter Mannschaft erfolgen, der „Castilla“, die kein geringerer als Zinedine Zidane trainiert und in der dritten spanischen Liga zu Hause ist. Dabei stellt sich die Frage: Wie lange spielt er dort? Kann er seinen Erwartungen überhaupt gerecht werden? Ihm müsste klar sein, dass sich sein Leben durch den Transfer mindestens um 180 Grad wendet. Immerhin geht es aus dem beschaulichen Städtchen Drammen im Süden Norwegens in die Millionenmetropole sowie das Herz Spaniens, zu einem der größten und erfolgshungrigsten Vereine der Welt.

Kann das gut gehen in dem Alter? Wenn ich mich erinnere, wäre ich charakterlich in diesem Alter für so einen gewaltigen Schritt wohl noch nicht annähernd bereit gewesen. Und auch ganz allgemein haben 16-jährige Fußballer vor 20 Jahren ihren älteren Kollegen wohl eher noch die Sachen nachgeräumt und die Kabine ausgefegt, als einfach mal bei einem Club wie Real Madrid durchzustarten.
Klar: Mit 16 Jahren ist er unwesentlich jünger als deutsche Youngster wie Stuttgarts Timo Werner oder Schalkes Max Meyer. Dennoch frage ich mich, ob dieser Trend so „gesund“ für die grundsätzliche Lebensentwicklung ist. Fußballstars versuchen immer früher durchzustarten, sodass sie ihre Jugend- und Schulzeit wohl bereits voll und ganz dem Sport unterordnen. Die fußballerische Ausbildung und Förderung könnte heutzutage vielerorts nicht professioneller und moderner sein, sodass viele von ihnen den Belastungen des Profisports (zumindest physisch) trotzen können. Kein Wunder, dass dann aber so manche Fußballerkarriere bereits mit 30 endet, vor wenigen Jahrzehnten noch als „bestes Fußballeralter“ bezeichnet.

Meiner Meinung nach ist die Tendenz alles andere als angenehm. Jugendliche Fußballtalente werden vermarktet, für Millionenbeträge verkauft und wenn sie hinter ihren Erwartungen zurückbleiben fallen gelassen. Zumal sich teilweise sogar schon Kindertransfers ereignen, die dieselben Fragen aufwerfen: Wie förderlich sind solche Transfers für die Kicker, die ihr soziales Umfeld zurücklassen und möglicherweise schon so früh auf Händen getragen werden? Welche Charaktereigenschaften kann so etwas zum Vorschein bringen, wie reagieren die Kinder und Jugendlichen darauf?

Mal angenommen ein Verein wäre so blöd und würde mich für mehrere Millionen Euro vom SV Tartan Allstars 06 abwerben, würde ich mir schon meine Gedanken machen, unter einem erheblichen Erwartungsdruck stehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Martin Ödegaard anders geht.

Klar: Real Madrid wird sich um ihn so gut kümmern, wie es nur geht und gibt zum Beispiel seinem Vater gleich noch einen Job als Nachwuchstrainer. Seine Hauptschulausbildung hat er wohl noch in Norwegen abgeschlossen, ob er eine weiterführende Schule besucht, darf man anzweifeln. „In Ruhe“ aufwachsen, seine Jugendzeit genießen schaut jedoch definitiv anders aus.

Ich denke, Martin Ödegaard hätte sich lieber für zwei bis drei Jahre beispielsweise Ajax Amsterdam anschließen sollen, um hier einerseits eine neue sportliche Herausforderung zu finden, sich andererseits aber auch in der fantastischen Ajax-Jugendarbeit zum Profi zu entwickeln. Sie ist bekannt dafür, junge Spieler adäquat aufzubauen, zu Stars zu machen. Mit 20 (also in vier Jahren) hätte er immer noch wechseln können (auch zu Real).

Angeblich hat Ödegaard vor allem das Jahresgehalt von über zwei (!) Millionen Euro entscheidend überzeugt. Nun muss man sehen, wie sich das Ganze entwickelt und ob er der „Wunderspieler“ ist, zu dem ihn u.a. die Medien heraufbeschwören. Zumal er bereits jetzt bei Real Madrid spielt, einem der besten Vereine der Welt. Kaum vorstellbar, dass er dort seine gesamte Karriere absolviert, also seinem Verein die ewige Treue erweist. Und wenn doch: umso besser.

Die Highlights des 15. Bundesliga-Spieltags: Viele Geschenke und Überraschungen – und ein Kreuzbandriss

Ihr seid seit Freitagnachmittag „voll druff“, habt den kompletten 15. Bundesliga-Spieltag umfeiert, verpennt oder einfach (geht das?) vergessen und sucht nun nach einer Möglichkeit, die wichtigsten Ereignisse in prägnanter Form dargeboten zu bekommen? Kein Problem, denn dann kann euch der Fernschussfunk wohl genau anbieten, wonach ihr händeklickend sucht.
In knapp sechs Minuten erfahrt ihr, welche Resultate bei ihm ein Kopfschütteln und welche eher euphorische Jubelsprünge hervorgerufen haben.

Aus aktuellem Anlass steht darüber hinaus fest, gegen welche Teams die deutschen Mannschaften im Achtelfinale der Champions League antreten. Hierbei sorgt insbesondere das Glückslos von Schalke 04 für eine durch und durch ausgelassene Stimmung in Gelsenkirchen, die als grashalmhoher Favorit in die Partie mit dem nur Fußballinsidern bekannten Real Madrid gehen, sich Siegessicher wähnen.

Vorfreude auf das Champions-League-Finale 2014. Und der Wunsch nach Toren in Joe-Garner-Manier

Nach dem mehr oder weniger torschussarmen DFB-Pokal-Finale vom letzten Wochenende (17. Mai 2014) zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund folgt am heutigen Abend (24. Mai 2014) das nächste Fußball-Highlight: das Champions-League-Finale 2014 zwischen Real Madrid und Atletico Madrid. Und egal, wie es heute Abend in Lissabon ausgeht: Ich freue mich riesig auf das Spiel.

Schließlich handelt es sich hier um ein Stadtderby (Info: Das erste stadtinterne CL-Finale überhaupt), bei dem sich beide Teams (nett formuliert) nicht sonderlich mögen.
Zudem trifft Reals Super-Offensive „BBC“ (Bale-Benzema-Cristiano) auf die hervorragende Defensive der Rojiblancos (Die „Rot-Weißen“), die in der abgelaufenen Spielzeit 2013/2014 in der Primera Division lediglich 26 Gegentore kassierten (Ligabestwert).

So kann man davon ausgehen, dass allen Zuschauern ein spannendes wie umkämpftes Duell bevorsteht, bei dem es auch auf Schiedsrichter Björn Kuipers und seine Assistenten ankommt. Denn durch die Rivalität zwischen beiden Vereinen in Kombination mit dem sportlichen Rahmen (Champions-League-Finale) könnten Spieler wie Pepe (wenn er überhaupt rechtzeitig fit wird), Sergio Ramos oder Arda Turan besonders motiviert sein und in unübersichtlichen Szenen mal wieder die Nerven verlieren.

Mein Tipp für das Finale: Real Madrid gewinnt mit 2:1 nach Verlängerung. Ich drücke trotzdem Atletico Madrid die Daumen, die trotz Meisterschaft hier als minimaler Außenseiter in das Finale gehen und den Königlichen ihren „Decima“ (10. Champions-League-Titel der Vereinshistorie) ruinieren können. Inwieweit das funktioniert, sehen wir dann heute Abend ab 20:45 Uhr.

Zur visuellen Einstimmung auf den abendlichen Fußball-Leckerbissen hier noch ein Torabschluss aus der zweiten englischen Liga („Championship“), der mich vor einigen Tagen ereilte und seitdem nicht mehr ruhig schlafen lässt. In diesem Sinne: Auf ein tolles Finale. Und auf dass beide Teams uns mindestens ein Tor in bester Joe-Garner-Manier präsentieren.

Gelbsperren in Endspielen: Die vielleicht unnötigste Regelanwendung der Fußball-Welt

Als ich am Dienstagabend (29. April 2014) vergnügt die erste Halbzeit des Halbfinal-Rückspiels zwischen Bayern München und Real Madrid verfolgte, passierte es mal wieder, dass ich mir (imaginär) an den Kopf fasste und dachte: Was soll das? Wir schreiben das Jahr 2014 und diese sinnfreie Regelauslegung existiert immer noch?
Es geschah in der 38. Spielminute, als Real Madrids Xabi Alonso nach einem beherzten Einsteigen gegen Bastian Schweinsteiger die gelbe Karte sah. Es war seine dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb. Was das für den 32-jährigen spanischen Nationalspieler bedeutet, ist klar: Er fehlt im (erstmals) stadtinternen Champions-League-Final-Duell in Lissabon gegen Atlético Madrid.

Nun mag man meinen: Sein Pech! Hat er sich doch selbst eingebrockt. Was geht er auch so in den Zweikampf, obwohl sein Team auswärts in München nach 34 Spielminuten mit 3:0 in Führung liegt.
Das stimmt. Doch wie eigentlich unnötig und unglücklich ist es dennoch, wenn man aufgrund einer Gelbsperre bei einer einmaligen Veranstaltung wie einem Champions-League-Finale das Geschehen als gestandener Profi-Fußballer nur von der Tribüne verfolgt?
Ein wirklich unfassbar ärgerliches Szenario, welches beim „Finale dahoam“ in 2012 (Bayern vs. Chelsea) auch den deutschen Rekordmeister (damals gesperrt: Badstuber, Gustavo, Alaba) beschäftigte.

Das vielleicht prrominenteste Gelbsperren-„Opfer“ (aus deutscher Sicht): Ex-Nationalalmannschafts-Capitano Michael Ballack, der wohl seit 2002 jedes Jahr am 30. Juni eine Träne (wenn auch nur innerlich) verdrückt, weil er durch seinen dritten gelben Karton im Halbfinale gegen Südkorea (und das in herausrageneder Form) nicht am Finale teilnehmen konnte. Vielleicht im Nachhinein auch ein Grund, warum Brasilien damals mit 2:0 in Yokohama gewann.
Ballack bat sich danach nie wieder die Möglichkeit, ein WM-Endspiel zu bestreiten.

Nun ist das WM-Finale aber noch einmal in seiner fußballerischen Bedeutungsträchtigkeit höher anzusiedeln als ein Champions-League-Finale. Doch das kommt fast schon (Europameisterschafts-Finale nicht zu vergessen) direkt dahinter.

Ob dahingehend „Besserung“ in Sicht ist, lässt sich nicht sagen. Es wäre jedoch aus meiner Sicht wünschenswert, wenn man beispielsweise nach dem Viertelfinale sämtliche gelbe Karten auf null setzt oder so etwas wie eine Gelbsperre im WM/EM/CL/EL/Pokal-Finale konsequent ausschließt.
Wer einen berechtigten Platzverweis im Halbfinale erhält, fehlt dann weiterhin absolut zurecht im Endspiel. Und alle „Gelbsünder“ könnten trotzdem an einem der größten Partien ihrer Karriere teilnehmen.

Nun gut. Für Xabi Alonso wäre es das nach 2005 und 2007 (mit dem FC Liverpool) das dritte Champions-League-Finale gewesen, in dem er mitgewirkt hätte. Ob sich die Gelegenheit dazu nochmal für den 32-Jährigen bietet? Sein Vertrag bei den „Königlichen“ läuft zumindest noch bis 2016, sodass das durchaus noch im Bereich des Möglichen zu liegen scheint (vorausgesetzt, er bleibt gesund und Real Madrids Erfolgsserie hält an).

Wenigstens kann ihm im Finale am 24. Mai 2014 in Lissabon niemand nach seiner Gesundheit trachten, wie es beim WM-Finale 2010 (Spanien gegen Holland) Nigel de Jong versuchte. Kopf hoch Xabi. Geht weiter!