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Donovan, Kießling und Kruse sind nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien nominiert: But who cares?

US-Rekordnationalspieler (155 Länderspiele, 57 Tore) Landon Donovan begegnet seiner WM-Nichtnominierung gelassen bei einer Runde FIFA World Cup und summt ganz selbstironisch im Clip für EA Sports „I’m not going to brazil“ vor sich hin.
Zwar gehörte der 32-Jährige (Ex-Leverkusen, Ex-FC Bayern) noch zum 30er-Kader der US-Boys, erhielt allerdings von Trainer Jürgen Klinsmann bei der Auswahl des endgültigen WM-Endrunden-Kaders kein „Foto“.

Ähnlich gelassen nimmt Leverkusens Stefan Kießling die für ihn schon (leider) routinemäßige Nichtberücksichtigung bei einem großen Turnier, obwohl er sich sportlich (mal wieder) wenig bis gar nichts (in der Bundesliga-Spielzeit 2013/2014 mit 15 Torabschlüssen sowie 5 -vorlagen aus 32 Partien) vorzuwerfen hat.
Für eine Werbeplakat-Aktion der Baumarktkette „OBI“ posiert er lässig, das den Titel „Zu Hause bleibt sich’s am besten mit OBI“ trägt.

Stefan Kießling nimmt seine Nichtnominierung für die WM 2014 gelassen. Foto: © Twitter

Stefan Kießling nimmt seine Nichtnominierung für die WM 2014 gelassen. Foto: © Twitter

Ebenfalls wie Kießling trotz Mittelstürmernotstands im DFB-Team nicht nominiert: Max Kruse von Borussia Mönchengladbach, der eine insgesamt starke Bundesliga-Spielzeit (12 Tore, 12 Vorlagen) spielt, allerdings im letztlichen WM-Kader keine Berücksichtigung findet.

Seine anfängliche (nachvollziehbaren) Enttäuschung darüber münzt er in eine gelungene Aus- und Urlaubszeit um, in der er sich seinen weiteren Hobbys widmen kann. Eines davon: Pokern. Und das ziemlich erfolgreich, denn Max Kruse befindet sich bei einem Turnier der World Series Of Poker in Las Vegas am Final-Table. Ob er dabei als Sieger hervorgeht, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Von daher: Viel Erfolg, Max!

An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass der Fernschussblog-Autor bis heute vergebens auf einen Anruf des Bundestrainers (trotz ansteigender Formkurve auf den örtlichen Bolz- und Hallenfußballplätzen) wartet. Ob das möglicherweise an den ausbaufähigen Dribbling- und Kopfballskills liegt oder einfach nur daran, dass Jogi Löw den Zettel mit seiner Mobilfunknummer verlegt hat, ist nicht überliefert.

Darf ich vorstellen: Lasogga, Ginter, Hahn… und Mustafi.

Am kommenden Mittwoch (5. März 2014) empfängt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Mercedes-Benz-Arena zu Stuttgart die südamerikanischen WM-Teilnehmer aus Chile. Ein überaus ernst zu nehmender Gegner, der immerhin über europäische Topstars wie den Ex-Leverkusener Arturo Vidal und Barcas Flügelflitzer Alexis Sánchez verfügen, die sich in bestechender Form befinden und definitiv Spiele entscheiden können.
Auf deutscher Seite nominierte Bundestrainer Joachim Löw vier neue Gesichter in die A-Mannschaft, mit denen man so teilweise nicht rechnete. So ist Sturmtank Pierre-Michel Lasogga ebenfalls dabei wie Freiburgs Defensivtalent Matthias Ginter, Augsburgs Erfolgsgarant André Hahn und… Shkodran Mustafi. Skhodran… Wer? Der 21-jährige Mustafi verdient aktuell in Italien bei Sampdoria Genua seine Brötchen (Ex-HSV Jugend) und erarbeitete sich dort einen Stammplatz in der Innenverteidigung.

Ein Grund, warum Augsburg in der Bundesliga gerade auf der Erfolgswelle schwimmt und nun auch für Deutschland auflaufen darf: André Hahn. Foto: © Facebook

Ein Grund, warum Augsburg in der Bundesliga gerade auf der Erfolgswelle schwimmt. Nun darf André Hahn am Mittwoch möglicherweise zum ersten Mal für sein Heimatland auflaufen. Foto: © Facebook

Vier Personalien, für die man den Teamchef loben kann und den so schon fußballerisch hochwertig bestückten Kader in der Breite weiter aufwerten. In den kommenden Länderspielen (13. Mai gegen Polen, 1. Juni gegen Kamerun, 6. Juni gegen Armenien) sollten und könnten allerdings auch meiner Meinung nach Spieler wie Max Meyer, Serge Gnabry oder Kevin Volland ohne Weiteres eine Nominierung erhalten, selbst wenn die Offensivpositionen (wie so oft zuletzt) teilweise schon (Luxusproblem!) drei- und vierfach besetzt sind.

Leistungsträger bei Hoffenheim und eines der aktuell größten Offensivjuwele Deutschlands: Kevin Volland. Ob er am 13. Mai zum Testspiel gegen Polen einen Anruf vom Bundestrainer erhält? Foto: © Facebook.

Leistungsträger bei Hoffenheim und eines der aktuell größten Offensivjuwele Deutschlands: Kevin Volland. Ob er am 13. Mai zum Testspiel gegen Polen einen Anruf vom Bundestrainer erhält? Foto: © Facebook.

Sollte Philipp Lahm im DFB-Dress ebenfalls in das zentrale Mittelfeld rücken und die Rechtsverteidigerposition „abgeben“, erscheinen Aushilfsrechtsverteidiger Kevin Großkreutz oder Frankfurts Sebastian Jung für mich die naheliegendsten Optionen, um diese Position halbwegs adäquat zu besetzen. Im Fall aller Fälle könnte mit Sicherheit ein Anruf bei Sascha Riether das Problem aus der Welt schaffen, der seit Sommer 2012 beim FC Fulham Stammrechtsverteidiger und auch unter Quälix Magath gesetzt ist.

Weitere Kandidaten, die ich mir in naher/ferne Zukunft im deutschen Trikot vorstellen kann: Emre Can, Robin Knoche, Jonathan Tah, Christoph Kramer, Timo Werner, Johannes Geis, Erik Durm.
Allesamt deuten an, dass in Deutschland die Fußballjugendarbeit phänomenal läuft und eine Vielzahl hochveranlagter Spieler hervorbringt, die uns zumindest in den nächsten zehn Jahren auf dem Rasen begeistern können.

Ob (eigentlich eingestandene) Profis wie Kevin Kuranyi, Robert Huth, Gonzalo Castro oder Kefan Stießling (mit den Namen mogelt er sich vielleicht in den Kader) jemals nochmal eine Nominierung erhalten?
Zumindest einen erfahrenen wie flexibel einsetzbaren Spieler wie Castro sollte Joachim Löw – wenn nötig – ebenso eine Chance, wenn selbst ein Heiko Westermann ab und an dabei sein darf, der sich in den letzten Jahren sportlich alles andere als mit Ru(h)m bekleckert.

In diesem Sinne darf man gespannt sein, wer von den Debütanten am Mittwoch gegen Chile aufläuft – und sich möglicherweise für weitere Einsätze empfiehlt. Eine eventuell einmalige Gelegenheit, die Lasogga, Ginter, Hahn sowie Mustafi unbedingt nutzen sollten, da der Konkurrenzkampf im Nationalteam größer nicht sein könnte – und etliche weitere ambitionierte Fußballer ihnen im Nacken sitzen, quasi nur auf ihre Nominierung warten.

Drei Szenen aus der Kategorie „Kann man so machen“.

In den letzten Tagen erreichten den Fernschussblog einige (aus ganz unterschiedlichen Gründen) skurrile Szenen, die er euch heute einmal im Überblick präsentiert.

Den Auftakt macht hier (zum warm werden) der 19-jährige Torwart José Contreras, der bei einem Ligaspiel von Deportivo Táchira (Venezuela) bei einer Rettungsaktion Glück und Können gekonnt miteinander verknüpft.

Vor einigen Tagen wiesen wir euch auf die Wahl zum „Kacktor des Jahres“ hin. Und seit letzten Sonntag (2. Februar 2014) ist klar: Stefan Kießlings Phantomtor vom 18. Oktober 2013 gegen Hoffenheim geht dieser renommierte und weltweit gefragte Titel zu. Ohne Frage ein ungewöhnliches Tor, das so nicht (zum Glück) alle Tage passiert.

Wenn es so etwas auch in Spanien gibt, lässt sich prognostizieren, wer es dieses Jahr mit Sicherheit unter die engere Auswahl schafft: San Sebastiáns Keeper Enaut Zubikarai.
Im Halbfinalhinspiel des Copa del Rey (5. Februar 2014) gegen den FC Barcelona (Endstand 2:0) muss er einen Angriff von Barca mit einem wirklich sehenswerten Eigentor ein Ende setzen. Das Rückspiel in San Sebastián findet am nächsten Mittwoch (12. Februar 2014) statt.

Er kam, sah und… traf, auch wenn sich sein Club (CA Osasuna) im Ligaduell gegen das „gelbe U-Boot“ (FC Villareal) letztlich mit 3:1 geschlagen geben muss.
Dennoch zeigt Oriol Riera vor einigen Tagen mit einem außerordentlichen Torabschluss, dass er a) nicht auf die Bank gehört, b) sein rechter Schlappen über so viel Gefühl verfügt, dass er selbst ein Baby damit in den Schlaf wiegen könnte und c) einfach zur rechten Zeit am richtigen Ort war.

Tore wie aus dem (Anti)-Fußball-Lehrbuch

Der Fernschussblog präsentiert euch bereits verrückte Torhüter, die sich zu Torjägern mausern und gestern (30. Januar 2014) Abwehrspieler, die in gesunder Regelmäßigkeit Traumtore fabrizieren.

Darum sei an dieser Stelle auf die Aktion „Kacktor des Jahres 2013“ hingewiesen, bei der im Rahmen der TV-Sendung „Zeiglers Wunderbare Welt des Fußballs“ das „Anti“-Tor des letzten Jahres gesucht wird.

Selbstverständlich mit dabei: das Phantomtor des Stefan K., was derzeit (wohl aufgrund seiner medialen Vieldiskutiertheit) in Führung liegt, obwohl ich so manches skurrile Eigentor (siehe Tor 5 oder Tor 8) eher das Prädikat „Kacktor“ der besonderen Art aussprechen würde.