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Wahnsinn! Serbien besiegt die USA im Finale der Basketball-Weltmeisterschaft 2014. Im letzten Viertel.

Am 3. September 2014 berichtete ich davon, wie Neuseelands Basketballer den Versuch starteten, sich gegen die US-Basketballer (und Titelverteidiger) tanzend Respekt zu verschaffen, was kläglich scheiterte.
Am letzten Sonntag (14. September 2014), nicht ganz zwei Wochen später, war es nun soweit: das Finale der Basketball-Weltmeisterschaft 2014 stand ins Haus. Mit dabei? Na klar: die Amerikaner, die im Endspiel auf die serbische Basketballnationalmannschaft trafen. Und schnell nach Anpfiff allen Beteiligten verdeutlichten, dass ein „Überraschungssieg“ für Serbien leider nicht drin sein wird.

Allen voran Point Guard Kyrie Irving, in der NBA bei den Cleveland Cavaliers unter Vertrag, zeigte eine überragende Leistung und erzielte insgesamt 26 Punkte, jagte sechs von sechs Dreierwürfen durch den Korbring. Allein im ersten Viertel explodierte er nahezu vor Spielfreude und stemmte sich mit aller Macht gegen den ebenfalls starken Beginn der Serben.

So gewannen die US-Boys am Ende in der Höhe verdient mit 129:92, überließen ihrem Endspielgegner dann sogar noch das letzte Viertel (25:24). Damit holten sie zum fünften Mal den Weltmeistertitel, den sie 2018 zu verteidigen versuchen werden. Dann (zum Leidwesen der anderen Nationen) vielleicht auch wieder mit den ganz großen NBA-Stars im Gepäck, schließlich waren dieses Mal Ausnahmespieler wie Kevin Durant, LeBron James oder Carmelo Anthony erst gar nicht mit nach Spanien geflogen.

Dance, dance, dance. Oder: Wie sich Neuseelands Basketballer vor dem Duell gegen die USA „Respekt“ verschaffen

Hat überhaupt jemand mitbekommen, dass seit Samstag (30. August 2014) die 17. Basketball-Weltmeisterschaft läuft?
Während in der deutschen Sportberichterstattung lieber über das bedeutungsarme Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Argentinien gesprochen wird, dribbeln, shooten und alley-oopen sich in Spanien insgesamt 24 Basketball-Nationalmannschaften um den Weltmeistertitel, darunter (guck an) Nationen wie die Philippinen, Puerto Rico und Angola. Fun (wobei eher: sad) Fact: Vier Teams konnten sich via „Wildcards“ in das Turnier kaufen, was Finnland, Griechenland, Brasilien und die Türkei wahrgenommen haben. Auch Deutschland hätte sich in das Turnier einkaufen (warum eigentlich nicht sportlich qualifizieren?) können, was den Beteiligten allerdings scheinbar zu kostenintensiv wurde.

Sei es drum: Seit Samstag findet also die Basketball-Weltmeisterschaft statt, in der die USA als Titelverteidiger antreten. Und erwartungsgemäß führen sie die Gruppe C an, in der sie sich mit der Ukraine, Finnland, der Dominikanischen Republik, der Türkei und Neuseeland messen. Gegen die Neuseeländer bestreiten sie am gestrigen Vorabend (2. September 2014, 17:30 Uhr) ihr drittes Vorrundenspiel der WM, um den dritten Sieg einzufahren. Im Gegensatz dazu versuchten die Basketballer Neuseelands mit allen Mitteln den ersten Sieg des Turniers und die Sensation gegen die US-Auswahl zu schaffen.

Das verdeutlichte auch ihre kleine „Einschüchterungseinlage“ vor Anpfiff der Begegnung, bei der zwölf erwachsene Männer mit komischen Moves zu noch komischerer Musik ihren Gegner begrüßt haben. Die Reaktion der US-Basketballer lässt sich im YouTube-Clip bestens an den Gesichtern ablesen.
Der „Schock“ über die Performance währte allerdings höchstens wenige Sekunden, denn absolut unbeeindruckt gewannen die Amerikaner mit 98:71 und spielen am heutigen Abend (3. September 2014, 21:30 Uhr) gegen die Dominikanische Republik. Man darf gespannt sein, auf welche Art und Weise sie den Titelverteidiger vor dem Spiel empfangen. Die US-Spieler werden auf jeden Fall nur eins im Sinn haben: den nächsten Sieg einfahren und sich für das Finale am 14. September vorbereiten.

Machs gut, Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Wir werden dich vermissen. Und erfreuen uns bis zum Wiedersehen in 2018 an den schönsten Momenten, die du uns beschert hast.

Die 20. Fußball-Weltmeisterschaft ist beendet und beschert der Welt neben unzähligen Social-Media-Aktionen (Der Biss von Luis Suarez, Van Persing, Robbens theatralischer Fall, Mertesackers Eistonne usw.) natürlich auch aus fußballerischer Sicht einige Glanzpunkte.

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’54, ’74, ’90, 2014: Deutschland gewinnt in Brasilien zum vierten Mal eine WM-Endrunde und besiegt Argentinien im Finale mit 1:0 nach Verlängerung. Foto: © Lisa Guhl

Aus diesem Grund präsentiert euch der Fernschussblog an dieser Stelle die (aus seiner Sicht) sehenswertesten Treffer der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Und zählt insgeheim schon die Tage bis zum Start der nächsten Fußball-WM, die schon in 1425 Tagen (am 8. Juni 2018) in Russland beginnt.

10. John Boye, Ghana: Das schönste Eigentor der WM gegen Portugal, Endstand 2:1

9. Jermaine Jones, USA: Netter Rechtsschuss zum 1:1-Ausgleich gegen Portugal, Endstand 2:2

8. Xherdan Shaqiri, Schweiz: Machts mit links das 1:0 gegen Honduras, Endstand 3:0

7. Lionel Messi, Argentinien: Spätes Traumtor gegen den Iran, Endstand 1:0

6. Robin van Persie, Niederlande: Ein Flugkopfball der Kategorie „besser geht es nicht“ gegen Spanien, Endstand 5:1

5. André Schürrle, Deutschland: Zufall oder gewollt? Das Hackentor zur Führung gegen Algerien, Endstand 2:0 n.V.

4. David Villa, Spanien: Verabschiedet sich mit fantastischem Hackentor gegen Australien aus Brasilien, Endstand 3:0

3. Tim Cahill, Australien: Sagenhafte Direktabnahme zum Ausgleich gegen die Niederlande, Endstand 2:3

2. David Luiz, Brasilien: Der Innenverteidiger zeigt seine Freistoßkünste gegen Kolumbien, Endstand 2:1

1. James Rodriguez, Kolumbien: Perfekte Direktabnahme zur Führung gegen Uruguay, Endstand 2:0

Donovan, Kießling und Kruse sind nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien nominiert: But who cares?

US-Rekordnationalspieler (155 Länderspiele, 57 Tore) Landon Donovan begegnet seiner WM-Nichtnominierung gelassen bei einer Runde FIFA World Cup und summt ganz selbstironisch im Clip für EA Sports „I’m not going to brazil“ vor sich hin.
Zwar gehörte der 32-Jährige (Ex-Leverkusen, Ex-FC Bayern) noch zum 30er-Kader der US-Boys, erhielt allerdings von Trainer Jürgen Klinsmann bei der Auswahl des endgültigen WM-Endrunden-Kaders kein „Foto“.

Ähnlich gelassen nimmt Leverkusens Stefan Kießling die für ihn schon (leider) routinemäßige Nichtberücksichtigung bei einem großen Turnier, obwohl er sich sportlich (mal wieder) wenig bis gar nichts (in der Bundesliga-Spielzeit 2013/2014 mit 15 Torabschlüssen sowie 5 -vorlagen aus 32 Partien) vorzuwerfen hat.
Für eine Werbeplakat-Aktion der Baumarktkette „OBI“ posiert er lässig, das den Titel „Zu Hause bleibt sich’s am besten mit OBI“ trägt.

Stefan Kießling nimmt seine Nichtnominierung für die WM 2014 gelassen. Foto: © Twitter

Stefan Kießling nimmt seine Nichtnominierung für die WM 2014 gelassen. Foto: © Twitter

Ebenfalls wie Kießling trotz Mittelstürmernotstands im DFB-Team nicht nominiert: Max Kruse von Borussia Mönchengladbach, der eine insgesamt starke Bundesliga-Spielzeit (12 Tore, 12 Vorlagen) spielt, allerdings im letztlichen WM-Kader keine Berücksichtigung findet.

Seine anfängliche (nachvollziehbaren) Enttäuschung darüber münzt er in eine gelungene Aus- und Urlaubszeit um, in der er sich seinen weiteren Hobbys widmen kann. Eines davon: Pokern. Und das ziemlich erfolgreich, denn Max Kruse befindet sich bei einem Turnier der World Series Of Poker in Las Vegas am Final-Table. Ob er dabei als Sieger hervorgeht, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Von daher: Viel Erfolg, Max!

An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass der Fernschussblog-Autor bis heute vergebens auf einen Anruf des Bundestrainers (trotz ansteigender Formkurve auf den örtlichen Bolz- und Hallenfußballplätzen) wartet. Ob das möglicherweise an den ausbaufähigen Dribbling- und Kopfballskills liegt oder einfach nur daran, dass Jogi Löw den Zettel mit seiner Mobilfunknummer verlegt hat, ist nicht überliefert.

So wirds gemacht, Kinder! Junge entzückt Mädchen bei Baseball-Spiel

Der Alptraum vieler entspannter Sportveranstaltungsteilnehmer: pöbelnde oder wahlweise übermäßig betrunkene Fans direkt neben den eigenen Plätzen oder der letzte Schluck aus dem Plastikbecher, wenn das Spiel gerade beginnt.
Doch an öffentlichen Orten wie Arenen und Stadien, an denen sich tausende Menschen zu Sportvereignissen versammeln, kommt es genauso immer wieder auch zu Begegnungen der besonderen Art.

Eine solche spielt sich auch vor einigen Tagen in der amerikanischen Major League Baseball ab, als die Toronto Blue Jays auf die Texas Rangers treffen.
Nach einem beendeten Spielzug wirft Luis Rivera von den Blue Jays ganz entspannt den Ball einem Jungen auf der Tribüne zu, der diesen fängt.

Nun mag man denken: „Wow! Was für ein Souvenir. Davon kann er seinen Kindern später erzählen.“
Das kann er auch. Nur mit dem Hinweis, dass er im Moment, als er den Ball fängt, einen zweiten Ball parat hat und diesen postwendend einem hübschen, blonden Mädchen gibt. Diese denkt wiederum, dass er ihr das Souvenir überlässt und kann ihr persönliches Glück (wohl genauso wie der „tough“ reagierende Junge) kaum fassen.

Eine Aktion, die ohne Zeitlupe wohl nie ausgeflogen wäre. Was zwischen „ihm“ und „ihr“ nach Spielende noch geht und ob sie mittlerweile weiß, dass er ihr einen Streich spielte, ist nicht überliefert.